Am Samstag empfing der HSV 2000 Zerbst den SV Blau-Rot Coswig zum Spitzenspiel in der Anhaltliga. Nach dem knappen Sieg im Hinspiel in Coswig wollten die Gäste Revanche nehmen und die beiden Punkte entführen. Nach hart umkämpften 60 Minuten gelang es ihnen auch und sie entschieden das Spiel mit 27:34 (15:19) für sich.

Zerbst l Schon in den ersten Spielminuten schien sich die vermeidbare Heimniederlage abzuzeichnen, denn die HSV-Abwehr konnte den starken Rückraum der Gäste nicht bremsen. Lediglich zwei Remis (1:1 und 2:2) konnten an diesem Tag als positive Zwischenstände verbucht werden. Danach setzte sich Coswig kontinuierlich ab und konnte seinen Vorsprung nach 18 Minuten auf 7:13 ausbauen.

In den letzten zwölf Minuten der ersten Hälfte hatten die Zerbster ihre beste Phase. Die Abwehr stand nun sicher und im Angriff konnten sie über Hohmann und Ille aus dem Rückraum Akzente setzen. Leider wurde der Rückstand bis zur Pause nur auf vier Tore verkürzt. Beim Stand von 15:19 wurden die Seiten gewechselt.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Somit betrug der Rückstand der Zerbster immer noch vier Tore. Die Heimsieben traf nun fast in jedem Angriff und versuchte, mit einer stabilen Abwehr den Coswigern Angriff Paroli zu bieten.

Die schnelle Mitte wurde in dieser Phase zum Steckenpferd. Natho führte den Anwurf aus und vermehrt war es Tiepelmann, der die Angriffe mit Torerfolg oder einem Siebenmeter abschloss.

Leichtsinnige Fehler

Leider kam es in der folgenden Spielzeit immer wieder zu leichtsinnigen Fehlern auf Seiten der Gastgeber. Durch technische Fehler im Angriff sowie Auslassen von guten Einwurf-Möglichkeiten, schwächte sich die HSV-Sieben nun selber. Die Gäste nutzten diese Schwächephase, konnten ihren Vorsprung ausbauen und so stand es nach 50 Minuten 21:27.

Auch jetzt versuchte die Heimmannschaft noch, mit schnellen Angriffen etwas am Resultat zu ändern. Coswig fand nun aber immer wieder die richtige Antwort und der Sechs-Tore-Rückstand hatte weiterhin Bestand.

Die Gäste waren in diesem Spiel die bessere Mannschaft und wussten, ihre Möglichkeiten richtig zu nutzen. Beim Stand von 27:34, 20 Sekunden vor Abpfiff, nahm Coswig nun seine Auszeit, tanzte schon auf dem Spielfeld und skandierte "Auswärtssieg".

Diese Aktion führte natürlich zum Unmut der Heimmannschaft und der Zuschauer, da solch ein unsportliches und unfaires Verhalten auf dem Spielfeld nichts zu suchen hat.

Coswig gewann das Spiel verdient mit 34:27 und konnte sportlich überzeugen, nur bleibt durch solche Gesten ein fader Beigeschmack.

Die Zerbster werden nun in den nächsten zwei Wochen die Fehler analysieren, um dann gestärkt die nächste Partie bei Abus Dessau anzugehen und schnell wieder in die Erfolgsspur zurück zu kommen.

HSV Zerbst: Geilich, Engler - Rummel (1), Lewin (3/1), Natho (2), Miotke, Hohmann (6), Tiepelmann (7), Borchers (1), Ille (4), Kuczewski, Kieler, Hanke und Maerten (3/2).