Das Zwischenziel ist erreicht. Die Kegler des SKV Rot-Weiß Zerbst stehen im Final Four-Turnier der Champions League im bayrischen Straubing. Er siegte auch im Viertelfinal-Rückspiel am Sonnabend in Zalaegerszeg (HUN) mit 6:2 (3628:3623).

Zalaegerszeg l "Wir wollten unbedingt gewinnen, auch wenn uns nur ein mageres Pünktchen zum Weiterkommen gereicht hätte. Aber mit Blick auf das Finalturnier wollten wir ein Zeichen setzen", lobte ein erleichterter SKV-Sportwart Andreas Förster den Kampfgeist und den Willen seiner Spieler.

"Vielleicht war dieses enge Spiel und der unbändige Kampf und Siegeswille auch ein guter Test und eine gute Schule für die Spiele in Straubing."

SKV-Sportwart Andreas Förster.

Dabei starteten die Ungarn wie die Feuerwehr und setzten damit ihre fanatischen Fans noch mehr "unter Strom". Besonders Sandor Farkas bot Kegelsport vom Feinsten und ließ Torsten Reiser (0:4, 593) mit der Tagesbestleistung von 657 Kegeln keine Chance. Zwar verlor auch Mathias Weber (2:2, 585) gegen Zoltan Feher (615) seinen Mannschaftspunkt (MP), er holte aber schon zwei wichtige Sätze für seine Farben.

Das Weiterkommen der Rot-Weißen stand dann schon wenige Minuten später fest, als Uros Stoklas (3:1, 617) gegen Szilard Jarfas (589) dominierte. Denn nach dem 8:0-Hinspielerfolg war mit dem Gewinn des ersten Zerbster MP die Gesamtpartie praktisch entschieden.

"Nachdem der Punktgewinn von Stoklas frühzeitig feststand, er führte mit 2:0 und 62 Kegeln, wurde es in Sachen Halbfinal-Einzug natürlich entspannt. Das Weiterkommen war schon da in Sack und Tüten. Aber die Gastgeber und vor allem ihre Fans versuchten mit allen Mitteln, wenigstens noch den Rückspielsieg daheim zu behalten", so Förster.

Und der Kampf um den Sieg wurde im zweiten Spielabschnitt eine "schöne enge Kiste", freute sich Förster. Axel Schondelmaier (3:1, 624) brillierte mit konstanten Bahnen, besiegte Attila Nemes (588) und holte viele Kegel auf. Auch Thomas Schneider (2:2, 607) hatte Zsolt Pakai fest im Griff. Zwar verlor er gegen den eingewechselten Karoly Kozma (zusammen 575) die beiden Schlussbahnen, aber auch er steuerte ein sehr gutes Ergebnis für das Gesamt-Team-Resultat bei.

Richtig heiß ging es in der Partie von Boris Benedik (2:2, 602) gegen Laszlo Feher (599) her. "Da stand ja bis zum Schluss nicht fest, wer den Punkt gewinnen würde. Und das war ja auch noch ausschlaggebend für den Spielgewinn", meinte der SKV-Sportwart zur spannenden Situation kurz vor Schluss. "Aber in den entscheidenden Momenten waren unsere Spieler da, gab es bei ihnen wieder die Halsschlagadern zu sehen und sie fanden die richtigen Lösungen und Antworten."

Und mit Blick auf das Final Four vom 29. bis 30. März glaubt Förster: "Vielleicht war dieses enge Spiel und der unbändige Kampf und Siegeswille auch ein guter Test und eine gute Schule für die Spiele in Straubing. Das war wieder eine Team-Leistung auf höchstem Niveau mit dem erfolgreichen Ende für uns."

Mit diesem Sieg bleibt der SKV in der laufenden Saison sowohl national als auch auf internationalem Terrain ungeschlagen.