Das Derby der Landesklasse 2 zwischen dem TSV Rot-Weiß Zerbst und dem SC Vorfläming Nedlitz endete am Samstag mit einem Last-Minute-Sieg des Gastgebers.

Zerbst l 135 Zuschauer kamen auf den Anger im Zerbster Jahnstadion, um das Derby zu sehen. Sie bekamen kein schönes, aber ein spannendes und faires Spiel zu sehen.

Es entwickelte sich anfangs ein ausgeglichenes Spiel. Die Zerbster übernahmen die Regie, hatten auch mehr Ballbesitz, aber Nedlitz hielt gut dagegen. Die Rot-Weißen erarbeiteten sich einige Chancen. Nach Ablage von Daniel Ernst zur Strafraumkante verzog Maximilian Syring. Dann flankte Thomas Möhring, aber Syring verpasste knapp. Eine Riesenchance zur Führung hatte Hagen Ernst, doch Heiko Juskowiak konnte klären (34.).

Bei einem Freistoß für Nedlitz war TSV-Keeper Ricardo Werner auf der Hut. Der anschließende Konter der Zerbs- ter war gefährlich. Torben Fischer zog vom 16er ab, doch die Kugel zischte knapp am Tor von Marcus Hoffmann vorbei.

In der zweiten Hälfte erhöhte Zerbst den Druck und kam durch Steve Wollgast zum Abschluss. Seinen 20-Meter-Kracher klärte Hoffmann in letzter Not zur Ecke (66.).

In der Folge wirkte das Spiel sehr zerfahren und wurde durch viele Fehlpässe geprägt. Dann versuchte es Otto Möbius mit einem Weitschuss aus 20 Metern, aber der Ball zischte knapp vorbei (76.). Marcel Gieseler hatte dann Pech mit seinem gut getretenen Freistoß aus gut 20 Metern. Er landete auf der Tor-Latte (77.).

In der 83. Minute wurde der Offensivdruck der Rot-Weißen dann belohnt. Nach Vorlage von Florian Böning netzte Otto Möbius zum 1:0 ein.

Nedlitz gab sich nie geschlagen. In der 87. Minute tauchte Marcel Kilz plötzlich frei vor Werner auf, doch Florian Sens klärte auf der Linie.

Fast mit dem Abpfiff von Schiedsrichter Tobias Janke (Magdeburg) sorgte Gieseler mit einem Weitschuss aus 25Metern für die Entscheidung.

Am Ende waren beide Trainer mit dem Rückrunden-Auftakt zufrieden. "Vom Ballbesitz und der Abwehrleistung her bin ich zufrieden. Wir haben Nedlitz so gut wie keine Chance ermöglicht", sagte TSV-Trainer Torsten Marks. "In der Vorwärtsbewegung waren wir zu langsam. Das lag aber auch daran, dass uns Nedlitz früh gestört hat und unser Pass-Spiel zunichte gemacht hat. Es war kein schönes, aber ein faires Spiel und keine Glanzleistung, aber am Ende zählen die Punkte."

SC-Trainer Helmut Friedrich lobte seine Jungs: "Ich bin zufrieden. Nach der Vorbereitung, die ja keine war, habe ich alle Achtung vor der gezeigten Leistung meiner Elf. Sie hat gut mitgehalten und stark gekämpft. Leider verletzte sich Heiko Juskowiak, als er mit dem Kopf auf die Erde prallte. Er spielte trotzdem weiter. Am Ende fehlte etwas die Luft. Dann ließ auch die Konzentration nach, so dass zwei individuelle Fehler zu Toren führten. Da haben die Zerbs- ter schon einen Vorteil mit ihrer guten Bank. Die Jungs waren schon enttäuscht und hätten gern einen Punkt mitgenommen. Aber den Sieg der Zerbster erkennen wir an."

Rot-Weiß Zerbst: Werner - Florian Sens, Fischer, Wollgast, Daniel Ernst, Hagen Ernst, Tiede (86. Christopher Sens), Möhring (52. Böning), Otto Möbius, Gieseler, Syring (58. Wiegelmann)

SC Nedlitz: Hoffmann - Pilatzek, Ritze, Juskowiak, Göritz, Hahn, Schmidt (88. Specht), Fambach, Sanftenberg, Kilz, Kuklin.

Schiedsrichter: Tobias Janke (Magdeburg), Detlef Mittelstädt, Michael Strobach.

Zuschauer: 135.