Am vergangenen Sonnabend konnten die Judokas des PSV Anhalt-Zerbst in der Altersklasse U15 unter Beweis stellen, dass sie auch mit den besten Sportlern aus Bayern und Teplice (Tschechien) mithalten können.

Hof l Die Zerbster fuhren zu einem Turnier in Hof (Oberfranken) mit einer besonderen Motivation, denn sie hatten am Tag zuvor an einem Training mit den japanischen Spitzentrainern Sensei Hayashida und Sensei Misuochi von der Tokai University Tokio in Wanzleben teilgenommen. Und sie versuchten, diese Erfahrungen sofort praktisch umzusetzen.

Florian Hecht (13) musste sich in seiner Gewichtsklasse bis 40 kg als erster beweisen. Dabei gelangen ihm auf dem Weg ins Finale vier Siege mit vier unterschiedlichen Techniken.

Dass er auch taktisch kämpfen kann, zeigte er dann im Finale gegen den Tschechen Lucas Kremla. Beide Kämpfer waren sich schon öfter auf Turnieren begegnet und schenkten sich nichts. Diesmal gelang es Florian, sich in den entscheidenden Momenten immer stärker in Szene zu setzen. Und dafür wurde er belohnt. Er gewann mit einem Shido (Strafpunkt durch seinen Gegner) Vorsprung.

Für Bastian Walla (12) war dieses Turnier in der Gruppe bis 50 kg weniger erfolgreich. Zum einen musste er in seinem ersten Kampf einen Rückstand von einem Waza-Ari (halber Punkt) aufholen. Er bewies kämpferische Stärke, jedoch fehlte ihm das Glück. Leider ließ er sich zu sehr beeindrucken, so dass er auch den zweiten Kampf verlor. Nach einem Stellungsfehler konnte sein Gegner eine Festhalte ansetzen, bei der Bastian kaum noch Gegenwehr leistete.

Denis Asenko (13) machte es nun richtig spannend. Ihm gelangen in der Klasse bis 60 kg in seinen ersten beiden Kämpfen recht spektakuläre Würfe, die vom Kampfrichter mit einem Waza Ari belohnt und von Denis sofort in eine siegbringende Festhalte umgesetzt wurden.

Das wäre ihm auch fast in seinem drittem Kampf gelungen. Nur diesmal war sein Gegner der Glücklichere. Er konterte Denis mit derselben Technik und setzte sich mit einer Festhalte durch.

Trotzdem gab Denis nicht auf und lieferte noch einmal einen spannenden Kampf im kleinen Halbfinale um Platz drei, bei dem ihm der entscheidende kleine Punkt zum Sieg fehlte.

Damit gab es in der Auswertung dieses Turniers für alle drei Sportler einiges zu besprechen und für die nächsten Trainings zu planen. Denn die Jungen wollen ihre Erfahrungen sofort in das eigene Training einbringen und weiter ausbauen. Im nächsten Wettkampf können sie diese mindestens testen und vielleicht in Erfolge umsetzen.

Dass dazu einige Kraftanstrengung nötig ist und wie sie sich belohnen können, haben sie auch in Wanzleben gelernt: Wenn etwas nicht klappt, dann sollte das als Ansporn zum Bessermachen genommen werden.

Der PSV Anhalt-Zerbst sucht laufend nach Kindern und Jugendlichen, die etwas für die sportliche Leistungskraft der Region tun wollen. Dazu lädt er alle Interessierten ein, die eine starke und leistungsfördernde Sportart als Ausgleich zu Schule und Berufsausbildung suchen.

Trainiert wird in Zerbst immer montags ab 16.30 Uhr in der Ciervisti-Schule und freitags ab 16.30 Uhr (Kinder) und ab 18 Uhr (Fortgeschrittene) in der Turnhalle der Grundschule in Loburg.