Lindau l Zum ersten Mal in der laufenden Saison konnte Fußball-Kreisoberligist BSV Vorfläming Deetz/Lindau in Bestbesetzung und mit voller Bank antreten. Der Gegner war kein geringerer als der Absteiger aus der Landesklasse, die ASG Vorwärts Dessau, der klar mit 3:0 (1:0) besiegt wurde.

Der Tabellendritte aus Dessau hat den Wiederaufstieg noch im Visier. In den bisherigen zwei Spielen, Liga und Pokal, hatte Vorwärts das bessere Ende für sich. Diesmal wollte der BSV den Bock umstoßen.

Der Gastgeber begann voll konzentriert und erarbeitete sich leichte Feldvorteile. Auffällig war, dass Vorwärts sein gefährliches Konterspiel nicht wie gewohnt aufziehen konnte. Torjäger Frauendorf war bei Ralf Alarich komplett abgemeldet und konnte so seine Mitspieler kaum in Szene setzen.

Nur einmal, im Anschluss an eine Ecke, ließ er sein Können aufblitzen. Der Kopfball am langen Pfosten ging allerdings neben das Tor (20.). Es sollte im gesamten Spiel die einzige nennenswerte Chance für Vorwärts bleiben.

Schock für den BSV dann in der 21. Minute. Kapitän Nitschke musste verletzt vom Platz. Für ihn kam Tobias Schmied. Der Gastgeber erkämpfte sich Mitte der ersten Hälfte immer mehr Spielanteile. Zwei gute Möglichkeiten zur Führung hatte Carsten Eichelmann, der freistehend den Ball nicht voll traf (27.). Der BSV drängte nun die Dessauer in ihre Hälfte. Die Folge dieser Drangphase war die verdiente Führung. Mit einem Traumtor in den Winkel krönte Eichelmann seine super Leistung an diesem Tag (33.).

Die ersten zehn Minuten nach der Pause setzte der BSV seine Offensiv-Bemühungen fort, ohne jedoch Zählbares daraus zu schlagen. Danach verflachte die Partie und Vorwärts kam etwas besser zum Zuge. Die aufmerksame Abwehr ließ allerdings keine Gefahr aufkommen.

Ab der 65. Minute besann sich der BSV wieder auf seine Stärken. Immer wieder wurde schnell über die Außen gespielt und so die ASG-Verteidigung in Verlegenheit gebracht. Auch konditionelle Vorteile auf Seiten des BSV waren jetzt zu erkennen. Der in diesem Spiel überragende Florian Lehmann versenkte einen Freistoß aus halblinker Position zur beruhigenden 2:0-Führung (73.). Der Ball überflog Freund und Feind im Strafraum und schlug unhaltbar im ASG-Gehäuse ein.

Gleich im Anschluss wieder der BSV mit einer Großchance. Schmied und Eichelmann tauchten gemeinsam völlig allein vor dem guten Dessauer Torhüter auf. Die Überraschung über den sich bietenden Freiraum war wohl zu groß. So wurde der Ball vertändelt.

In der 82. Minute dann die Entscheidung. Foulstrafstoß für den BSV, den Lehmann eiskalt verwandelte. Mit einem so klaren 3:0-Sieg hatten wohl die Wenigsten gerechnet. Mit diesem Aufgebot und dieser Einstellung sollte der angestrebte Klassenerhalt durchaus machbar sein.

Die gezeigte Leistung gilt es am Samstag um 15 Uhr zu wiederholen. Dann kommt der Spitzenreiter Chemie Rodleben. Der BSV hofft auf die Unterstützung vieler Zuschauer und seiner treuen Fans.

BSV Deetz/Lindau: Leps - Alarich, Schulze, Kaiser, Fahle, Tobias Fricke, Lehmann, Torsten Fricke, Nitschke (21. Schmied, 81. Zähle), Steller, Eichelmann (81. Dietrich).