Der 18. Spieltag in der Fußball-Landesklasse2 hält ein Spitzenspiel bereit. In Zerbst empfängt der Tabellenführer TSV Rot-Weiß den Dritten, den SV Germania Olvenstedt.

Zerbst/Nedlitz l Die Olvenstedter starteten sensationell in die Rückrunde, besiegten FortunaII mit 5:1 und in der Vorwoche Kleinmühlingen mit 4:1. Solche Ergebnisse bleiben nicht unbeachtet. "Die Olvenstedter haben den stärksten Sturm der Liga", sagt TSV-Trainer Torsten Marks. "Auch wenn Top-Torjäger Andreas Bode heute seine fünfte Gelbe Karte absitzen muss, gibt es weitere wie Kohrmann oder Bauerfeind", fügte er an. So stimmte der Coach auch zu, dass dies ein richtungsweisendes Spiel werden wird, in dem Zerbst nach der 0:3-Hinspiel-Niederlage noch eine Rechnung offen hat.

Das Besiegdas-Spiel wurde "ausgewertet, aufgearbeitet und abgehakt", so Marks, der nochmals betonte: "Es war ein Punktgewinn und es ist nichts passiert. Wir müssen die Leistung des SSV anerkennen und dürfen sie nicht schmälern." Für heute steht die Zielstellung klar fest: "Wir peilen einen Sieg an. Die Jungs wissen, dass sie von Beginn an hellwach sein müssen. Wir müssen vor allem vernünftig ins Spiel kommen."

Unter der Woche wurde gut trainiert und für heute steht das Konzept fest. "Die Aufstellung zur Vorwoche werde ich verändern. Da will ich mir noch Gedanken machen", so der Familienvater, der heute auf Johannes Tiede (privat) und Patrick Möbius (Arbeit) verzichten muss. Keeper Ricardo Werner hat seine Blessuren vom Besiegdas-Spiel auskuriert und kann spielen.

In Nedlitz sieht die Lage personell gesehen schon fast erschreckend aus. Trainer Helmut Friedrich weiß schon bald nicht mehr ein noch aus. Dabei wäre es heute enorm wichtig, eine gute Truppe nach Gommern zu schicken, denn die Eintracht taumelt nicht nur intern nach den vielen Querelen, sondern auch sportlich. In der Vorwoche verlor der SVE in Heyrothsberge mit 2:8.

Heute werden die Blau-Gelben alles versuchen, um endlich zu punkten und um nach außen wieder als Einheit zu erscheinen. Außerdem sprechen 14 Punkte und Rang 13 Bände.

Aber SC-Coach Friedrich kann ja erneut nicht die selbe erfolgreiche Formation, die in der Vorwoche Niegripp mit 3:1 bezwungen hatte, auf den Gommeraner Rasen schicken. Nikolai Kuklin muss wahrscheinlich arbeiten. Ron Scheil weilt auf einem Seminar in Leipzig und versucht, rechtzeitig zum Anstoß vor Ort zu sein. Eduard Hahn und Michael Specht sind nach schwerer Erkältung angeschlagen, werden aber mitspielen. Oliver Körner ist noch verletzt. Daniel Pilatzek wird bis Ende April ausfallen, da er einen Lehrgang absolviert. Und dann muss auch noch Maik Fambach seine fünfte Gelbe Karte absitzen. So kann sich schonmal der SC-Präsident Mario Buge auf die Bank setzen.

Friedrich war verständlicherweise doch ziemlich geknickt. "Wir werden sehen, wer aus der zweiten Mannschaft noch aushilft und wir müssen das Beste aus der Situation machen. Unter diesen Voraussetzungen wäre ich schon mit einem Punkt zufrieden."

Im Hinspiel siegte Nedlitz knapp mit 3:2.