Die SG ESKA Zerbst war wie in den Vorjahren ein guter Gastgeber für den Kreisentscheid der Tischtennis-mini-Meisterschaften des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Am Samstagfrüh traten 19 Mädchen und 21 Jungen aus vier Schulen des Altkreises Zerbst an.

Zerbst l Leider waren in diesem Jahr weniger Kinder am Start als in den Jahren zuvor. Die Grundschule Loburg veranstaltete erstmals 2014 keine Schulmeisterschaft. Aus Bitterfeld und Köthen reisten keine Teilnehmer in die Zerbs- ter Sporthalle an der Fuhrstraße an.

Der TTKV ABI stellte am 9. März für die 40 Kinder bestmögliche Spielbedingungen an acht Wettkampf- und zwei Trainingstischen bereit. Am Tischtennis-Roboter konnte trainiert werden und ein Imbiss-Stand war eingerichtet. In vier Wettkämpfen wurden Sieger und Platzierte ermittelt. Der Zeitplan wurde bestens eingehalten.

Zur Eröffnung sprach der Vizepräsident Sportentwicklung vom Tischtennis-Verband Sachsen-Anhalt, Detlev Pöls, zu den jungen Aktiven. Der Zerbster Lehrer gab bekannt, dass die je besten vier Mädchen und Jungen der Altersklasse (AK 9/10) zum Verbandsentscheid am Sonntag, 27. April, an gleicher Stelle herzlich eingeladen sind.

Neun Mädchen der AK bis8 (2005 und jünger) starteten in zwei Gruppen im Modus jeder gegen jeden. Jana Schäm von der Zerbster Grundschule (GS) "An der Stadtmauer" war schon im Vorjahr die Siegerin. 2014 gewann sie wiederum alle Vorrundenspiele klar und das Finale gegen Antonia Lisette Demski von der "Astrid-Lindgren-GS" Zerbst mit 3:1 Sätzen. Von dieser Schule kamen auch die beiden Dritten des Turniers der kleinen Mädchen, Ciara-Meline Arndt und Josie Sophie Gothe.

Leider nur sieben der gemeldeten zwölf Jungen kämpften in der AK bis 8. Auch hier wurde in zwei Gruppen gespielt. Lukas Dossow von der Zerbster "Astrid-Lindgren-GS" sowie Jannes Sens (GS Walternienburg) waren dort die Besten und siegten immer mit 3:0.

Im Halbfinale waren sie dann ebenfalls klar erfolgreich. Der Gehrdener Sens verlor im Vorjahr nur ein Spiel und wurde dort Dritter. 2014 stand Jannes nun im Finale, gewann mit 3:0 Sätzen und errang Gold bei den kleinen Jungen. Er und Jana Schäm sollten im nächsten Jahr auch bei den "Großen" auf Kreis- ebene starten und sich für höhere Turniere qualifizieren.

Bei den Mädchen der AK9/10 (Jahrgänge 2003+04) wurden zwei Fünfergruppen ausgespielt. Gleich drei Medaillen-Gewinnerinnen der kleinen Mädchen vom Vorjahr spielten dort mit.

Karla Schöbel aus Gehrden konnte ihrer Silber-Medaille von 2013 nun Bronze hinzufügen. Sie unterlag in ihrer Gruppe nur Paula Lüdecke aus Gödnitz mit 1:3. In der anderen Gruppe war Hanna Weferling vor Lissa Gusinde (beide aus Walternienburg) klar vorn. Lüdecke gewann dann abschließend das Finale gegen Weferling.

Kreis-Präsident Holger Lüdicke war zur Siegerehrung erstaunt, dass vier Walternien- burger Mädchen in ihren gelben Trikots erschienen. Dieses Quartett sollte auch beim Verbandsentscheid Ende April so auftreten.

Traditionell ist das Turnier der großen Jungen am stärksten besetzt. Vier Gruppen wurden gebildet. Die jeweils zwei Besten erreichten das Viertelfinale. Die Verlierer dieser Runde wurden am Ende aufgerufen, um einen Trostpreis von der Volksbank Dessau-Anhalt eG in Empfang zu nehmen.

Max Rawiel von der "As-trid-Lindgren-GS" hatte Lospech, so dass er als Gruppenerster gegen den besten Zweiten im Viertelfinale spielen musste. Im Vorjahr war Elias Kaul von der GS "An der Stadtmauer" der Gegner für Rawiel im Finale bei der AK bis 8. Diese Paarung wiederholte sich 2014 eine AK höher schon zwei Runden früher. Max verlor erneut. Elias Kaul traf im Halbfinale auf seinen Schulkameraden Pierre Leps und unterlag mit 1:3.

In einer anderen Gruppe gewann Sietse Sillekens aus Strinum mit Glück gegen zwei Zerbster Jungen und erreichte durch einen 3:0-Sieg über Hannes Krüger aus Pakendorf das Halbfinale. Dort war er knapp mit 3:2 gegen Jacob Hausmann aus Walternienburg erfolgreich und stand so im Finale der großen Jungen.

Sportlich sehenswertes Match

Im letzten Spiel des Tages gewann Sillekens in einem sportlich sehenswerten Match gegen Leps mit 3:1. Dieser Neuzerbster trainiert schon fleißig Tischtennis bei der SG ESKA Zerbst.

Vor zahlreichen Eltern und Betreuern bildeten die Siegerehrungen den Abschluss des siebten ABI-Kreisentscheides der mini-Meisterschaften. Medaillen, Urkunden und Ehrenpreise gingen an 16 meist glückliche Kindern. Die vier großen Mädchen und Jungen starten nun hoffentlich am 27. April beim Verbandsentscheid an gleicher Stelle. Eine Einladung erfolgt schriftlich.

Beide Sieger von Sachsen-Anhalt werden dann mit einem Erwachsenen vom Deutschen Tischtennis-Bund nach Mühlhausen in Thüringen zum nationalen Turnier der minis eingeladen. 2006 in der gleichen Stadt schafften dies schon Fabian Schmidt und Katy Schröter aus unserem Altkreis Zerbst.

Zum Abschluss des Kreisturniers 2014 lud TTKV-Präsident Holger Lüdicke die Kinder zum Ferien- und Trainingslager des TTC "Anhalt" Zerbst ein. Es findet unter veränderten Bedingung zu den Vorjahren in der ersten Ferienwoche vom 19. bis 25. Juli in Steutz statt. Die mini-Meisterschaften werden in ABI wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren in gleicher Form fortgesetzt.

   

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