Heute steht für die Landesklasse-Kicker des SC Nedlitz und des TSV Rot-Weiß Zerbst der 19.Spieltag an. Beide Teams müssen sich mit Mannschaften aus dem Tabellenkeller messen.

Nedlitz/Zerbst l Die Nedlitzer können nach ihrem 1:0-Auswärtssieg in Gommern heute wieder auf eigenem Rasen spielen. Sie erwarten mit dem SV Kali Wolmirstedt ein Team, das mit bisher elf Punkten auf dem vorletzten Rang der Tabelle steht und ums Überleben in der Liga kämpft.

Der SC Nedlitz wollte heute eigentlich nachlegen, doch Trainer Helmut Friedrich hat wie immer Personalsorgen. Wieder ist sein "Zauberstab" gefragt, um eine schlagkräftige Truppe zusammen zu bekommen. "Ich dachte, dass wir heute mal genügend Spieler sein werden, aber es kommt wieder alles anders als es geplant war", sagte er.

Libero David Ritze hat sich beim Training schwer verletzt. Er ist im Rasen hängen geblieben und sein Knöchel ist stark angeschwollen. "Von der Beweglichkeit her denke ich, dass nichts gebrochen ist", meinte der Abwehrchef, der am Freitag noch die Notaufnahme aufgesucht hatte. "Ich will jetzt am Montag bei Dr. Rommel alles abklären lassen und muss abwarten, was genau ist", sagte er und fügte an: "Wolmirstedt ist ein schlechtes Omen. Im Vorjahr fügte ich mir im Spiel einen Mittelfußbruch zu und jetzt vor dem Spiel ist der Knöchel dick."

Trainer Friedrich muss nun wieder alle Kräfte bündeln, was schwer wird, denn auch Maik Fambach hatte Knöchelbeschwerden. Ob er spielen kann, stand noch nicht fest. Fehlen werden nach wie vor Oliver Körner (verletzt) und Daniel Pilatzek (privat). Dafür wird Sebastian Daudert aushelfen. Auch der junge Philip Alarich wird im Kader stehen. "Er gehört dazu. Wir müssen Nachwuchs nachziehen. Anders geht es gar nicht", so der Trainer.

Heute ist wieder der "zwölfte Mann" gefragt. Das zahlreiche Publikum wird sein Team wieder lautstark unterstützen.

Für die Zerbster erscheint die Aufgabe heute zumindest von der Papierform her leicht. Denn die Truppe um Trainer Torsten Marks muss beim Schlusslicht der Tabelle, Traktor Tucheim, antreten.

"Nach so einem Spiel wie in der Vorwoche (Zerbst gewann in einer äußerst spannenden Partie mit 4:3 gegen Olvenstedt - d. Red.) würden wir uns selbst zum Deppen machen, wenn wir heute verlieren", meinte er. "Trotzdem werden die Tucheimer alles versuchen, um dem Tabellenführer ein Bein zu stellen", fügte er an.

Unter der Woche wurde erneut gut trainiert. "Es waren alle da. Einige haben kleinere Blessuren, aber nichts Gravierendes", so der Coach, der heute auf Bastian Wiegelmann und Johannes Tiede (beide Arbeit) und Keeper Sonny Finger (privat) verzichten muss.

Sonst sind alle an Bord und heiß, ihre Erfolgsserie nicht reißen zu lassen.

"Wir wollen auf jeden Fall einen Sieg, müssen jedoch dieses Spiel mit aller Ernsthaftigkeit angehen und nicht nur mit 50 Prozent", hob Marks mahnend den Finger. "Doch ich bin mir sicher, dass ist jedem von uns bewusst."

Die beiden Verfolger der Rot-Weißen haben lösbare Heimaufgaben vor der Brust. Heyrothsberge erwartet den Zwölften, den FC Zukunft II. Olvenstedt duelliert sich mit dem Tabellenachten, der SG Blau-Weiß Niegripp.