Classic-Kegeln l Edderitz (ann) In einem denkwürdigen Verbandsliga-Kegelspiel trennten sich die Teams des SV Edderitz und des TuS Leitzkau nach 2400 gespielten Wurf mit 5487:5487-Unentschieden und teilten sich so die Punkte. Für TuS stellt dieser Punktgewinn einen großen Schritt in Richtung Landesmeistertitel dar.

Die "Wölfe" führten einzig während den ersten fünf Wurf. Danach mussten René Geißler (884) und Ralph Stiebert (904) die Führung trotz guter Resultate an die heimstarken Gastgeber abgeben. Bei 41 Kegeln Rückstand blieb TuS allerdings in Schlagdistanz. Marcel Böttge (869) und Marcus Gerdau (971) reduzierten den Abstand zwischenzeitlich fast auf null, konnten letztlich aber nur zwei Kegel herausholen.

Im Schlussblock präsentierte sich André Fischer in Überform. Trotzdem kam Leitz- kau nicht entscheidend näher. Harald Schreiter (609) hat nach seiner Handverletzung noch nicht ganz zu seiner gewohnten Spielstärke zurückgefunden und wurde nach drei Bahnen durch René Haberland (205) ersetzt. Zu diesem Zeitpunkt lagen die "Wölfe" wieder 41 Kegel zurück.

Auch vor dem letzten Abräum-Durchgang hatte sich die Situation nicht verändert. Das Spiel schien gelaufen und es ging eigentlich nur noch darum, auf welchen Wert Fischer den Einzelbahnrekord erhöhen würde. Über die Stationen 266, 268 und 242 sowie 164 Volle hatte er sich zu bereits 940 Holz gekegelt, bevor die letzten 25 Wurf begannen. Drei Wurf vor Ende seiner Serie lag TuS noch 24 Zähler zurück, aber die Kombination 9-9-6 brachte doch noch den unerwarteten Auswärtspunkt und einen "Bahnrekord für die Ewigkeit von 1045 Holz", wie es der Edderitzer Mannschaftsleiter nach dem Spiel sagte.

Am Ende waren sich die Beteiligten einig, dass die Punkte-Teilung gerecht war. Leitzkau hatte zwei Spitzenleistungen zu bieten, während Edderitz mit Resultaten zwischen 881 und 948 Kegeln weitaus kompakter agierte.

Für die Gastgeber bedeutet dieser Punkt ebenso den fast sicheren Klassenerhalt, wie er auch TuS hilft, den Landesmeistertitel vorzeitig zu erreichen. Die "Wölfe" können nun im letzten Heimspiel der Saison am 22. März gegen den Tabellendritten Dessauer SV die Qualifikation für die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga bereits am drittletzten Spieltag perfekt machen.