Das Unternehmen, alle drei Heimspiele zu gewinnen, nimmt für Fußball-Kreisligist SG Dobritz/Garitz immer mehr an Form an. Nach dem etwas holprigen Sieg gegen Abus Dessau folgte eine deutliche Leistungssteigerung mit einem überzeugenden 4:0 (2:0)-Sieg über den SV Mildensee II.

Garitz (hru/sza) l Damit ist der SG die Revanche für die eigenartige 2:3-Niederlage in Mildensee auf deren kleinen Trainingsplatz gelungen.

"Ich bin mit der gezeigten Mannschaftsleistung sehr zufrieden. Endlich hat sie einmal umgesetzt, was in ihr steckt", freute sich SG-Trainer Helmut Rudolf, der mit Sebastian Kettmann in der Innenverteidigung die Abwehr stabilisierte. Ein diesmal überragender Jonas Rudolf im Mittelfeld, der von Kay Borgsdorf und Kees de Vries gut ergänzt wurde, zog die Fäden und fütterte die beiden Angreifer mit vielen gelungenen Pässen.

Die beiden Angreifer Eric Metzker und Robert Heilig waren diesmal sehr erfolgreich. "Heilig hätte sich in diesem Spiel berühmt schießen können, wenn er konzentrierter agiert hätte. Was er an diesem Tag vergeigt hat, geht nicht auf die berühmte Kuhhaut", schüttelte der Coach den Kopf.

Schon mit Spielbeginn merkte man der Heimelf an, dass sie an dem Vorhaben Heimsieg keinen Zweifel aufkommen lassen wollte. Gegen den starken böigen Wind in der ersten Hälfte zeigte sie mit einem flachen Kurzpass-Spiel, wie man erfolgreich dagegen angehen kann. Schon in den ersten Minute gab es mehrere Möglichkeiten, den Führungstreffer zu erzielen. Es deutete sich an, dass die Schwäche der Chancenverwertung noch nicht abgestellt ist.

Die klarste Möglichkeit vergab der gut aufgelegte Rudolf in der 17. Minute. Frei durchlaufend jagte er den Ball über den Kasten, statt am herauslaufenden Torhüter vorbei zu schieben. "Es ist kein Vorwurf an die Mannschaft, eher eine Aufmunterung, es beim nächsten Versuch besser zu machen", sagte der Trainer.

Besser machte es Metzker. Der aus der Abwehr durchstartende Sven-B. Friedrich legte ihm den Ball genau in den Lauf. Aus diesem Bewegungsablauf heraus jagte er den Ball über die Fäuste des Torhüters in das kurze linke Toreck zum 1:0 (21.).

Drei Minuten später gleich der Nachschlag durch Heilig. Rudolf ließ im Mittelfeld seine Gegenspieler stehen und lieferte dem Torschützen mit einem Traumpass die Vorlage zum 2:0. Diesmal blieb Heilig ruhig und besonnen, spielte den Torhüter aus und hatte keine Mühe, zu vollenden.

Nach der Halbzeit, mit dem Wind im Rücken, spielte die Heimelf sehr überlegen, da die Gäste nur gelegentlich aus der eigenen Hälfte herauskamen und kaum gefährlich waren. Jetzt begann auch die Zeit von Heilig, der am Fließband seine Chancen vergab. Setzte Rudolf noch einen Eckball an die Querlatte, gelang ihm in der 61. Minute ein Traumtor zum 3:0 von der Strafraumgrenze. Der Ball landete im linken Balkenkreuz.

Wieder folgte ein Doppelschlag gleich in der 65. Minute durch Metzker. In seiner Art tankte sich Heilig durch. Im letzten Moment spitzelte er den Ball zum freistehenden Torschützen, der nur noch zum 4:0 einschieben brauchte. Damit krönte er seine gute Leistung.

"Leider bekam er auch in diesem Spiel wieder sehr viel auf die Socken, was seiner alten Verletzung nicht gut tat", sorgte sich der Coach.

Was jetzt folgte war die "Ein-Mann-Show" von Heilig, dem einfach kein Tor mehr gelingen wollte. Entweder jagte er den Ball über den Kasten, oder der Torwart stand ihm im Weg, oder er schloss zu unkonzen- triert ab bzw. er rannte sich in der vielbeinigen Abwehr fest.

"Schade, es hätte für das Torverhältnis so wertvoll sein können", so Rudolf, der vorausblickte: "Mit dieser Leistung muss der Mannschaft auch nicht vor Grün-Weiß Dessau bange sein."

Schiedsrichter Ralf Kilz hatte keine Mühe und zeigte eine ordentliche Leistung.

SG Dobritz/Garitz: Hinz - Els, Schmidt, Kettmann, Friedrich, Borgsdorf, de Vries (77. Jungnickel), Sohn, Rudolf, Heilig, Metzker.