Zerbst (azi/sza) l Am vergangenen Samstag kam es in der Handball-Anhaltliga der D-Jugend zum Duell der Tabellennachbarn. Der Tabellenvierte, der HSV 2000 Zerbst, unterlag am Ende dem Dritten vom Jessener SV äußerst knapp mit 24:25 (17:17). Die Gäste konnten einen großen Schritt in Richtung Bronzemedaille machen.

In der Woche zuvor versuchten die Zerbster Trainer die Mannschaft für dieses Spiel heiß zu machen. Von Beginn an wollte der HSV die Jessener unter Druck setzen und sie so zu Fehlern zwingen. Dies gelang recht gut, doch entscheidend absetzen konnte sich das Heimteam nicht. Durch individuelle Fehler, Ungenauigkeiten und kleine Unkonzentriertheiten stellte Jessen immer wieder den Anschluss her und glich bis zur Halbzeit aus.

In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild. Die Zerbster begannen engagiert und spielten sich wieder einen kleinen Vorsprung heraus. Doch immer wieder gelang es dem Gast, die HSV-Abwehr zu umspielen und so stand es in der letzten Minute unentschieden.

Jessen vertändelte den Ball, der HSV ebenfalls. Jessen kam wieder in Ballbesitz und fünf Sekunden vor Schluss zum Abschluss. Der Wurf wurde abgefälscht und der Ball rollte ins Tor. Somit verließen die Jessener als glückliche Sieger den Platz. Die Zerbster dagegen lagen am Boden, viele Tränen liefen und die Trainer hatten Mühe, diese zu trocknen.

"Nichtsdestotrotz war es ein ansehnliches Spiel mit viel Kampf und Willen, aber leider diesmal mit dem schlechteren Ende für uns", analysierte Trainer Axel Zielesniak.

Unter der Woche sollte spaßbetontes Training die Minen wieder erhellen, bevor es morgen nach Köthen geht.

HSV Zerbst: Michael Reis, Tim Fröhlich - Kay Winter, Laurenz Brodowski, Felix Wuttke, Kevin Kulot, Michel Lewin, Fynn Zielesniak, Eike Alarich, Tim Heine, Fin Koppensdorf, Robin Braune, Max Hemmerling.