Berlin (alü/sza) l Während die jungen Schwimmer des TV "Gut Heil" Zerbst in Bernburg um Medaillen und Bestzeiten kämpften, schwammen am gleichen Wochenende die Erwachsenen (Masters) in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) Berlin bei den Norddeutschen Masters-Meisterschaften 2014.

Eine umfangreiche Veranstaltung mit über 600 Teilnehmern und 2138 Einzelstarts versprach spannende Wettkämpfe. Der TV "Gut Heil" Zerbst war mit einer krankheitsbedingt reduzierten Mannschaft von nur zwei Aktiven vertreten. Dadurch war eine Teilnahme an den Staffelwettkämpfen nicht möglich.

"Die Bahntickets waren gelöst. Die Anreise mit der Deutschen Bahn nach Berlin endete jedoch bereits am frühen Samstagmorgen am Startbahnhof Roßlau", erzählte Annemarie Lüdicke. "Ein Zug war auch nach 20 Minuten Wartezeit nicht in Sicht. Weder eine Lautsprecher-Durchsage noch eine Anzeige an einem der Bahnsteige informierte über Verspätungen oder Zugausfälle."

Da die Teilnehmerinnen bei Nichtteilnahme am ersten Wettkampf vom weiteren Wettkampfgeschehen ausgeschlossen worden wären, ging es nun kurzentschlossen mit dem Auto nach Berlin. So kam die kleine Mannschaft zwar verspätet, aber noch rechtzeitig zum eigenen Start in Berlin an.

Annemarie Lüdicke ging insgesamt siebenmal an den Start. Der Samstag begann für sie mit 50 m (Meter) Schmetterling, danach folgten 100m Brust, 800 m Freistil, 50 m Freistil und 200 m Lagen.

Am Sonntag, dem zweiten Wettkampftag, schwamm sie noch die 200 m Brust und zum Schluss die 200 m Rücken. Bei allen Starts sicherte sie sich in ihrer Altersklasse 75 (AK) den Titel Norddeutsche MastersMeisterin.

Dennoch war sie am Ende nicht ganz zufrieden, war sie doch wegen der Nichtteilnahme einiger Schwimmerinnen ihrer AK fast konkurrenzlos. So schwamm sie teilweise auf der Bahn neben jüngeren Schwimmerinnen und war mitunter zuerst im Ziel.

In den jüngeren und mittleren Altersklassen hingegen war die Zahl der Teilnehmer wesentlich höher. Hier erreichte Simone Kubernath in ihrer AK 50 über die 50 m Brust einen elften Platz. Über 200 m Brust wurde sie Sechste und erzielte jeweils persönliche Bestzeiten.

"Die Wettkampf-Bedingungen in der neuen und sehr großzügig erbauten Schwimmhalle waren optimal. Nicht zu vergessen, die rastlosen flinken Helfer, die vor und hinter den Kulissen sehr freundlich und unkompliziert für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben", lobte Lüdicke die Bedingungen vor Ort.