Magdeburg l Die Nedlitzer Landesklasse-Kicker kehrten am Samstag vom Tabellenzwölften FC Zukunft Magdeburg mit einem 3:2 (1:0)-Sieg heim.

Auch der FC braucht jeden Punkt. So sollte es eine interessante Partie werden. Die Personalprobleme reißen beim SC Nedlitz einfach nicht ab. Nikolai Kuklin war zwar wieder dabei. Dafür fehlte Sebastian Daudert (verletzt). Mit Vater Roger Alarich und Sohn Phlilip standen zwei Wechselspieler zur Verfügung.

Die Gäste begannen aus einer sicheren Abwehr heraus, um selbst mit schnellen Kontern erfolgreich zu sein. Die erste Viertelstunde gehörte den Gästen. Eduard Hahn hatte eine gute Möglichkeit, doch FC-Torwart Robert Gotthardt hielt prächtig (9.). Kurz danach warf sich ein FC-Verteidiger in den Schuss von Christian Schmidt und verhinderte so den Rückstand (11.).

Die Heimelf sorgte in der 14. Minute erstmals für Gefahr, doch SC-Keeper Marcus Hoffmann war wachsam. Ab der 18. Minute mussten die Gäste auf ihren Torjäger Marcel Kilz verletzungsbedingt verzichten. Für ihn kam Philip Alarich, der seine Sache als Sturmpartner von Kuklin gut machte.

Aus unerklärlichen Gründen verflachte die Partie und spielte sich im Mittelfeld ab. Dabei zeigte sich, dass bei den Nedlitzern im Mittelfeld ein Mann fehlt, der für geordnete Verhältnisse sorgen kann.

Völlig überraschend kam Dennis Maier in halbrechter Position in Ballbesitz. Bei seinem Sonntagsschuss aus 25 Metern hatte Hoffmann keine Abwehrchance und der FC ging mit 1:0 in Führung (31.).

Die FC-Elf versuchte sofort nachzulegen, doch die Abwehr um Thomas Sanftenberg stand sicher. Einen Freistoß von Michael Specht lenkte Gotthardt neben den Pfosten (39.). Dann hatte die Heimelf den Torschrei schon auf den Lippen. Nachdem die SC-Abwehr zu weit aufgerückt war, starteten die Magdeburger einen schnellen Konter. Der Schuss von Andy Wille verfehlte knapp das Tor (41.). Die letzte Chance vor der Pause hatte Alarich, der nach einer Hahn-Flanke knapp verpasste (43.).

In der zweiten Hälfte wollte Nedlitz schnell zum Ausgleich gelangen. Doch Nervosität führte zu vielen Fehlpässen. Die Heimelf hatte mehr vom Spiel und kam zu einer klaren Einschuss-Möglichkeit, doch Hoffmann parierte den Schuss aus Nahdistanz in großer Manier (62.).

Die letzten 20 Minuten waren an Dramatik nicht zu überbieten. Erst überwand Lukas Gööck Hoffmann mit einem 20 Meter-Schuss zum 2:0 (72.). Nun glaubten alle, das Spiel ist gelaufen. Doch beim Gegenangriff zeigte der SC seine Qualitäten. Nach sehenswertem Sololauf von Maik Fambach kam die Eingabe zum freistehenden Kuklin, der sofort abdrückte und den 1:2-Anschlusstreffer markierte (73.).

Die Nedlitzer wurden immer stärker. Was Schmidt an kämpferischem Einsatz zeigte, war nicht zu überbieten. Schmidt und Sanftenberg versuchten alles, um die letzten Reserven ihrer Mitspieler herauszukitzeln. Dies gelang. Nach einem Eckstoß von Alarich köpfte Schmidt nur knapp über das Tor (79.). Dann fehlte bei einem 20 Meter-Schuss von Alarich nicht viel (82.).

Die Gäste erhöhten nochmals das Tempo. Bei der Heim- elf schwanden die Kräfte gewaltig. Nach einem Foul an Hahn zirkelte Sanftenberg die Kugel an der Mauer, für Gotthardt unerreichbar, zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich ins linke obere Dreieck (86.).

Gleich nach Wiederanstoß eroberten sich die Gäste den Ball und starteten einen erfolgversprechenden Angriff. Wiederum konnte die FC-Abwehr den Angriff nur durch Foulspiel unterbinden. Den scharfen Freistoß von Sanftenberg musste Gotthardt prallen lassen. Sofort war Schmidt zur Stelle und krönte seine hervorragenden Leistung mit dem Treffer zum 3:2-Endstand (87.).

Die Freude über den Last-Minute-Sieg war nach dem Abpfiff des überzeugenden Schiedsrichters Maximilian Saager (Magdeburg) riesengroß. Geblieben ist der bittere Beigeschmack der Verletzung von Kilz. Es bleibt zu hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist.

"Auf Grund des kämpferischen Einsatzes geht der knappe Sieg in Ordnung. Er sollte der Mannschaft weiteres Selbstvertrauen geben, um am Wochenende zu Hause gegen TuS Magdeburg-Neustadt ein ebenbürtiger Gegner zu sein", hofft SC-Trainer Helmut Friedrich.

SC Nedlitz: Hoffmann - Specht, Sanftenberg, Juskowiak, Scheil, Hahn, Schmidt, Göritz, Fambach, Kilz (18. Philip Alarich), Kuklin.

SR: Maximilian Saager (Magdeburg), Martin Seidl, Memis Ozcan. ZS: 48.