Am Wochenende hatten die Anhaltliga-Handballer des HSV Zerbst die zweite Mannschaft des SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz zu Gast. Nach 60Minuten konnte der HSV die kampfbetonte Partie knapp mit 29:28 (16:15) für sich entscheiden.

Von Markus Natho

Zerbst l In der ersten Viertelstunde kam der HSV völlig unter die Räder und es drohte eine heftige Niederlage. Zu viele Fehler im Spielaufbau ermöglichten den Wittenbergern eine schnelle 6:2-Führung. Angesagte Spielzüge wurden nicht durchgespielt und egoistische Einzelaktionen bestimmten das Spiel.

Folgerichtig nahm der HSV seine Auszeit. Die Deckung wurde umgestellt, um das eigene Tempospiel zu intensivieren. Diese Umstellung dauerte einige Zeit, aber der HSV kämpfte sich Tor um Tor von 7:12 auf 11:12 wieder heran. Erik Lewin und Lukas Ille wurden jetzt besser in Wurfposition gebracht und auch das Konterspiel trug endlich Früchte. Zur Pause konnte der HSV erstmals mit 16:15 in Führung gehen.

Die zweite Hälfte gestaltete sich wie das Ende der ersten und es war abzusehen, dass es ein sehr enges Spiel werden würde. Der HSV hatte beim Stand von 19:17 die Möglichkeit, seinen Vorsprung weiter auszubauen, doch zu leichte Abspielfehler wurden fabriziert und Wittenberg konnte immer wieder ausgleichen.

Die Zerbster verloren zu oft die Nerven im Angriff und wollten zu schnell den Erfolg. Doch da hatten sie die Rechnung ohne den Torwart der Gäste gemacht. Oft scheiterten sie am Keeper, hatten aber Glück und kamen an die Abpraller.

Eine Auszeit der Gäste kam für den HSV wie gerufen. Nach einer kurzen Pause fanden die Zerbster ihre Disziplin wieder und spielten die Angriffe wieder lange aus. Ille zeigte sich in diese Phase sehr treffsicher und man merkte, dass er sich immer besser in der Mannschaft zurecht findet. Tino Tiepelmann nutzte des Öfteren seine Schnelligkeit und erlief sich im Rückzug einige Bälle.

In der 52. Minute mussten die Zerbster auf den gut spielenden Steven Kieler verzichten, da er einen Schlag auf die Nase bekam und mit Nasenbluten das Feld verlassen musste. Seine Aufgaben übernahm Mathias Krümmling am Kreis. Damit kamen die Gäste nicht schnell genug klar. Es entstanden größere Freiräume, die von Lewin und Tiepelmann genutzt wurden.

30 Sekunden vor Schluss, beim Stand von 28:28, nahm der HSV seine letzte Auszeit. Der Angriff wurde besprochen, der zum Sieg führen sollte. Der sonst phasenweise eigensinnige Lewin hielt sich an die Absprachen und der HSV bekam 15 Sekunden vor Schluss einen Strafwurf zugesprochen. Fabian Schwenger behielt die Nerven und traf zum 29:28-Endstand.

Am Ende war es kein schöner, aber im Kampf um den zweiten Tabellenplatz ein wichtiger Sieg für den HSV.

HSV Zerbst: Geilich, Engler - Rummel, Lewin (10/1),Krümmling, Schwenger (1/1), Miotke, Hohmann (4), Tiepelmann (1), Hanke, Kieler (4), Ille (5), Natho (4).