Bei herrlichem Fußballwetter trafen am Samstag Kreisoberligist VfL Gehrden und der Tabellenzweite Germania Güsen aufeinander. Beide Mannschaften gaben alles, doch am Ende setzten sich die starken Gäste mit 3:0 (1:0) verdient durch.

Lübs l Der VfL wusste um die spielerische Stärke der Gäste und begann zunächst defensiv. Trotzdem hatte die Schunke-Truppe alle Hände voll zu tun, um das schnelle Spiel der Gäste zu verteidigen. Immer wieder verlagerten die Güsener geschickt die Seite und ließen den VfL laufen.

Mehrere Angriffe konnten erst im letzten Moment von der Verteidigung unterbunden werden. Das Mittelfeld der Gehrdener war läuferisch extrem gefordert und musste vor allem in der Rückwärts-Bewegung viele Löcher stopfen. So hingen die Stürmer in der Luft und waren meistens auf sich allein gestellt.

Nach einem klugen Seitenwechsel der Güsener kam der Ball diagonal in den VfL-Strafraum. Die Verteidiger waren zu weit weg und Tobias Pohl umkurvte Götze und vollstreckte zum 1:0 (25.).

Nach der Führung kam die Heimelf besser zurecht und gewann mehr Zweikämpfe. Die erste große Chance hatte Lars Günther, der sich frei vor dem Torhüter abdrängen ließ und so eine Riesenchance zum Ausgleich vergab. Der VfL versuchte sein Glück auch mit Distanzschüssen von Sens und Böttge, doch beide waren zu harmlos. Kurz vor der Pause rettete Götze im Eins gegen Eins noch einmal in großer Manier.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Hausherren auf einigen Positionen um. Über die schnellen Außen Stephan Lange und Felix Schunke wollte Trainer Andreas Schunke mehr Druck nach vorn erzeugen. In der 56. Minute hatte Kapitän Chris Rehse den Ausgleich auf dem Fuß, doch er rauschte um Haaresbreite an einer Schunke-Ecke vorbei. Nach einem Konter bekamen die Gäste einen Freistoß zugesprochen. Aus 18 Metern zirkelte Pohl den Ball zum 2:0 in den VfL-Dreiangel.

Trotz des Rückstandes spielte der VfL weiter nach vorn und spielte hinten mit offenem Visier. Mehrere Konterchancen der Güsener wurden durch den besten Gehrdener an diesem Tag, Sebastian Götze, vereitelt. In der 80. Minute gab es Elfmeter, nachdem Libero Marcel Schöbel einen Gegenspieler zu Fall brachte. Den Strafstoß parierte Götze sicher. Im Gegenzug drosch Günther die Kugel an die Latte. Kurz darauf hatte Schunke die Möglichkeit, per Kopf den Anschlusstreffer zu erzielen, aber auch er scheiterte.

In der 88. Minute fiel die Entscheidung, als Eric Elsner nach einem missglückten Abwehrversuch frei vor dem VfL-Kasten auftauchte und die Pille sicher in die Ecke schob.

Die Gäste hatten an diesem Tag in allen Belangen Oberwasser. Sie spielten abgeklärt und erzielten in den entscheidenden Situationen die Tore. Der VfL spielte nicht schlecht, war aber gedanklich und läuferisch in vielen Momenten zu spät dran. Vor allem aus den sich bietenden Standards machte er viel zu wenig.

Nun gilt es, im Training an den Schwachstellen zu arbeiten, um im nächsten Spiel erfolgreich zu sein.

VfL Gehrden: Götze - Schöbel, Chr. Rehse, Leps, Schrimpf, Ca. Rehse (55. Schunke) - Sens (77. Baumgart), Höhn, Tanz (55. Lange) - Günther, Böttge.