Wörlitz l Die Zerbster Landesklasse-Kicker des TSV Rot-Weiß zogen am Ostermontag verdient in das Finale um den "Krombacher-Kreispokal" ein. Sie besiegten den Kreisoberligisten SG Oranienbaum/Wörlitz klar mit 2:0 (2:0).

Die Zerbster zeigten von Beginn an, dass sie in das Endspiel einziehen wollen und hatten gleich einige gefährliche Aktionen zu bieten. Otto Möbius bediente Bastian Wiegelmann, der den gut postierten Max Syring anspielte. Doch der Torjäger traf die Kugel nicht richtig und die Chance verpuffte.

Dann kam Florian Böning aus gut 20 Metern Entfernung zum Schuss, doch der SG-Torwart Michael Hruby parierte.

Die nächste Aktion ging von Hagen Ernst aus. Er passte super auf Syring. Dieser wollte direkt in die Mitte auf Wiegelmann ablegen, doch ein SG-Verteidiger blockte den Ball ab. In der 14. Minute hatten die Rot-Weißen dann Pech, als Florian Sens nach klasse Flanke per Kopf nur den Pfosten traf.

Vier Minuten später folgte eine unverständliche Entscheidung des Schiedsrichters Max Grünwoldt (Germania Roßlau). Der schnelle Wiegelmann war auf und davon und wurde im 16er unsanft von den Beinen geholt. Doch der Pfiff des Referees blieb aus.

Die Zerbster ließen sich nicht beirren und wurden in der 23. Minute endlich mit dem 1:0 belohnt. Eine gute Flanke von Torben Fischer landete genau auf dem Kopf von Möbius und der traf, für Hruby unhaltbar, in die rechte Torecke.

Die Zerbster machten weiter. Sie wollten unbedingt nachlegen, um eine Entscheidung herbeizuführen. Nach einem gut getimten Pass von Marcel Gieseler war Wiegelmann erneut auf und davon, doch er scheiterte an Hruby (27.).

"Die erste Hälfte lief einfach optimal", sagte TSV-Trainer Torsten Marks. "Der Klassenunterschied war deutlich sichtbar und wir haben gezeigt, dass es nichts zu holen gibt."

Denn von den Gastgebern war bis dahin nicht viel zu sehen. Erst in der 33. Minute folgte die erste richtige Chance für die Spielgemeinschaft. Ein Stürmer kam zum Abschluss, aber TSV-Keeper Ricardo Werner hatte keine Probleme.

Die Gäste machten es besser und erhöhten auf 2:0 (36.). Nach Pass von Fischer blieb Wiegelmann an seinem Gegner hängen. Hagen Ernst eroberte sich den Ball und zog aus zirka 20 Metern ab. Die Kugel schlug in die untere Torecke ein.

"In der zweiten Halbzeit war dann doch ein gewisser Kräfteverschleiß nach dem Gnadau-Spiel zu sehen", so Marks, der Hung Luong-Duc für Otto Möbius (67.) und Christopher Sens für Syring (73.) einwechselte.

Zuvor vergab Wiegelmann zwei gute Chancen. Statt selbst den Anschluss zu suchen, wollte er den Ball in die Mitte passen, doch die SG-Abwehr klärte. Nach Vorlage von Gieseler zog Wiegelmann mit Links ab, aber Hruby parierte (67., 75.).

Im Anschluss verflachte die Partie. Die Heimelf schien sich nicht mehr vom zweiten Gegentreffer zu erholen. Die Zerbs- ter schalteten einen Gang zurück und verwalteten den Vorsprung, ohne dass Gefahr aufkam bis zum Abpfiff.

Somit werden sich nach der Punktspielrunde mit Zerbst und Nedlitz zwei Landesklasse-Konkurrenten im Finalspiel gegenüberstehen. Das Endspiel steigt im Jahnstadion in Zerbst. Ein Termin steht noch nicht fest.

"Die Art und Weise, wie die Mannschaft das gelöst hat, war ganz prima", lobte Marks.

Rot-Weiß Zerbst: Werner - Florian Sens, Fischer, Daniel Ernst (62. Patrick Möbius), Hagen Ernst, Wiegelmann, Otto Möbius (73. Luong-Duc), Gieseler, Syring (68. Christopher Sens), Sebastian Sens, Böning.

SR: Max Grünwoldt (Germania Roßlau), Tobias Burg, Torsten Wünsch. ZS: 80.