Nedlitz/Zerbst l Für die Landesklasse-Kicker des SC Vorfläming Nedlitz und des TSV Rot-Weiß Zerbst steht nach den Pokal-Halbfinalpartien heute wieder der Liga-Alltag an. Der 24. Spieltag hat einiges zu bieten.

Die Nedlitzer haben nach dem Pokal-Finaleinzug Selbstvertrauen getankt. Auch heute können sie ihren Heimvorteil nutzen. Zu Gast ist um 15 Uhr der Verfolger in der Tabelle, der SV Arminia Magdeburg.

Das Hinspiel verloren die Schützlinge von Helmut Friedrich knapp mit 3:4. Deshalb fordern sie heute die Revanche.

Doch der Trainer hat wieder personelle Sorgen. "Einmal ging es gut und schon sind die Probleme wieder da", sagte er. Fehlen werden Daniel Pilatzek und Hannes Mielchen (privat). Christian Schmidt hat Urlaub.

Positiv ist, dass Sebastian Daudert erneut aushelfen kann. Und noch positiver ist die Nachricht, dass Torjäger Marcel Kilz heute das erste Mal wieder mit auflaufen kann, zumindest für 20 bis 30 Minuten. Er hatte sich einen Innenband-Anriss zugezogen und hofft, dass er nun ausgeheilt ist, darf das Bein jedoch noch nicht zu sehr belasten.

"Wir wollen gegen den Tabellennachbarn gewinnen und ihn möglichst weit hinter uns lassen", sagte Friedrich zum Vorhaben. "Jedes Spiel fängt wieder bei Null an", meinte der Coach, denkt aber auch, dass seine Jungs sich "mit dem Sieg im Pokalfight motivieren konnten" und heute nachlegen möchten. "Wichtig ist, dass sie von der ersten bis zur letzten Minute aufmerksam sind und ihre Chancen auch nutzen", so Friedrich abschließend.

Der Spitzenreiter Rot-Weiß Zerbst muss auswärts antreten. Mit Blau-Weiß Niegripp wartet der nächste unbequeme Gegner, der auf Rang sechs steht und noch weiter nach vorn möchte. Außerdem steht da noch die 0:4-Niederlage vom Hinspiel zu Buche, die schmerzlich war. Zur Erinnerung: Die Niederlage stand bereits nach einer Hälfte fest, da die Niegripper nur mit zwölf Spielern antraten, sich noch einige verletzten und aufgrund dessen die zweite Halbzeit nicht mehr angepfiffen wurde.

Niegripp gehört wie Zerbst zu den besten Teams der Rückrunde. So kommt es heute zum sogenannten Spitzenspiel der besten Rückrunden-Mannschaften, denn der Vierte erwartet den Zweiten.

Trainer Torsten Marks muss heute auf Marcel Reichhardt (Knöchelverletzung) verzichten. Ein Fragzeichen steht noch hinter dem Einsatz von Daniel Ernst (Leistenprobleme). Florian Sens muss seine fünfte Gelbe Karte absitzen. Dafür kann Steve Wollgast wieder dabei sein, der seine Rot-Strafe abgesessen hat.

"Niegripp ist sehr heimstark und wir müssen uns zum Gnadau-Spiel steigern", meinte Marks. Vielleicht können seine Rot-Weißen an die sehr gute erste Hälfte vom Pokal-Halbfinale anknüpfen. "Wir haben gut gespielt, obwohl von Oranienbaum/Wörlitz auch nicht viel Gegenwehr kam. Das wird heute wieder anders sein", so Marks, der dennoch ganz klar einen Sieg fordert.

Seine Kicker konnten sich etwas erholen und neue Kräfte sammeln, denn sie hatten am Dienstag trainingsfrei. Am Donnerstag wurde wieder "sehr gut trainiert" (Marks).

Spitzenspiel in Heyrothsberge

Das Spitzenspiel der Liga steigt heute in Heyrothsberge, wo der Tabellenzweite, Union Heyrothsberge, mit dem SSV Besiegdas den Vierten der Tabelle zu Gast hat.