Nedlitz l Was für eine Geschichte. In den Vorwochen saß der Nedlitzer Landesklasse-Stürmer Marcel Kilz meist traurig auf der Bank. Beim Pokalfight gegen Klieken zappelte er am Spielfeldrand herum: "Es wird Zeit, dass ich endlich wieder mitspielen kann", sagte er da noch. Ein Innenbandanriss im Knie hatte ihn zur Pause gezwungen.

Am Samstag war es nun soweit. Er bekam nach der langen Pause seine erste Einsatzzeit und da wusste er nicht nur zu überzeugen. Er erzielte gleich beide Treffer zum verdienten 2:1 (0:0)-Sieg seiner Elf gegen den SV Arminia Magdeburg.

Trainer Helmut Friedrich wechselte "Killi", wie er mit dem Spitznamen genannt wird, in der 70. Minute ein. Bis dato hatte es die Heimelf nicht geschafft, in das Tor von SV-Keeper Clemens Behrenwald einzunetzen. Die Torschüsse waren nicht genau genug bzw. Behrenwald hielt sicher.

Das änderte sich nur drei Minuten, nachdem der Nedlitzer Torjäger auf dem Feld war. Er setzte sich gut durch und ließ Behrenwald zum 1:0 keine Abwehrchance. Der Jubel war entsprechend groß. Schön zu sehen, wie sich die Teamkameraden nebst Bank und Publikum für den Torschützen mitfreuten.

Die Nedlitzer legten nach, hatten durch Sebastian Daudert, Eduard Hahn und Kevin Göritz noch verheißungsvolle Chancen. Doch erst musste wieder "Killi" ran, um zu vollenden. In der 85. Minute ließ er seine Gegenspieler wie Slalomstangen stehen und netzte unwiderstehlich zum 2:0 ein.

Die Arminen gaben nicht auf und kamen in der 90. Minute noch durch einen Kopfballtreffer zum 1:2-Anschluss, doch das Spiel an sich war schon längst entschieden und der "Held" bereits geboren.

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