Zerbst/Nedlitz l Heute steht der 25. Spieltag in der Fußball-Landesklasse 2 an. Dieser hält in Zerbst ein spannendes Derby bereit, denn die TSV-Kicker um Trainer Torsten Marks empfangen den SV Eintracht Gommern.

Allerdings dürfte die Partie zumindest von der Papierform her nicht so spannend werden, denn der momentane Tabellenzweite aus Zerbst erwartet mit Gommern den Dreizehnten und wird zu Hause nichts anbrennen lassen, um nach zuletzt zwei Remis wieder einen vollen Erfolg landen zu können.

Bereits im Hinspiel zeigten die Zerbster, wo "der Hammer hängt" und fertigten die Eintracht mit 4:1 ab. Aber das war eine andere Mannschaft. Nach dem großen Twist in Gommern spielen nun die "jungen Wilden" in der ersten Mannschaft, doch voll überzeugen konnten sie bisher nicht.

Die Zerbster haben ihr wöchentliches Training aufgrund des Feiertages auf Montag und Mittwoch verlegt. "Wir haben die letzten Spiele ausgewertet und nun soll es wieder vorwärts gehen", sagte Marks, der alle Spieler an Deck haben wird. "In Gnadau war es zum Schluss etwas Unvermögen und in Niegripp, wo bis zur 75. Minute überhaupt keine Gefahr bestand, haben wir uns den Erfolg durch leichte Fehler kaputt gemacht", so der Coach, der für heute "sicher etwas ändern" will, "aber nichts Gravierendes".

"Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen", so Marks. "Es geht jetzt in die letzte Saisonphase, da gibt es nichts geschenkt und da darf es auch keine Zurückhaltung mehr geben", betonte der Coach, der klar von seiner Mannschaft fordert: "Wir müssen jetzt volle Kanne spielen, bis zur Schmerzgrenze gehen und auch darüber."

Für die Nedlitzer vom SC Vorfläming steht nach dem Heimerfolg gegen Arminia ein schweres Auswärtsspiel an. Die Kicker um Trainer Helmut Friedrich müssen zur heimstarken Elf des SSV Besiegdas.

Da am 1. Mai trainingsfrei war, konnte der Coach gar nicht so richtig sagen, ob alle Spieler an Bord sein werden. "Bisher gehe ich davon aus, dass wir mit derselben Aufstellung wie in der Vorwoche spielen können", sagte er.

Der SSV will nach seiner 0:6-Pleite beim Tabellenführer Union Heyrothsberge wieder erfolgreich sein und sich rehabilitieren. Doch die Nedlitzer können ganz entspannt aufspielen, haben sie doch mit 35 Punkten ihr Ziel, den Klassenerhalt, erreicht. "Besiegdas ist kampfstark, das haben wir im Hinspiel beim 2:2 gesehen", so Friedrich. "Aber wir können ohne Druck spielen und ich denke, dass wir auch mit einem Punkt zufrieden wären. Alles was jetzt noch kommt, ist eine Zugabe", so Friedrich.

Das Spitzenspiel der Liga steigt heute in Olvenstedt, wo der Tabellendritte, Germania Olvenstedt, den Spitzenreiter Union Heyrothsgerge zum Duell fordert. Sollte Union patzen und Zerbst gewinnen, könnten die Rot-Weißen wieder die Tabellenspitze übernehmen.