Zerbst/Nedlitz l Die Fußball-Saison neigt sich dem Ende zu. In der Landesklasse 2 bleibt es äußerst spannend. Weiterhin liefern sich mit Union Heyrothsberge und dem TSV Rot-Weiß Zerbst zwei Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Staffelsieg. Die einfachere Aufgabe, zumindest von der Papierform her, haben heute die Unioner zu lösen, denn sie erwarten den SV Fortuna II, der jenseits von Gut und Böse auf Rang neun liegt.

Für die Zerbster um Trainer Torsten Marks steht schon das Endspiel vor dem Endspiel an, denn sie bestreiten heute das Spitzenspiel der Liga und müssen dazu beim Dritten, TuS 1860 Magdeburg-Neustadt, antreten.

Die Marschroute des Trainers ist klar definiert: "Wenn wir oben dranbleiben wollen, müssen wir gewinnen, egal, gegen welchen Gegner wir spielen."

Die Gastgeber wollen den Bronzeplatz zum Saisonende behalten und werden alles tun, um den punktgleichen Verfolger Germania Olvenstedt, der gegen Arminia Magdeburg eine einfache Aufgabe vor der Brust hat, abzuschütteln.

Trainer Marks muss heute auf Carsten Kosel, Steve Wollgast und auf Keeper Ricardo Werner (verletzt und krank) verzichten. Werner laboriert seit dem Gnadau-Spiel an einer Schulterverletzung, die schlimmer geworden ist. Dafür wird Wolfram Weiß das Tor hüten. Sonst sind alle Spieler an Deck.

"Der Ausgang des Spiels ist völlig offen", so Marks, der "überzeugt ist", dass sein Team "dort gewinnen kann".

Für die Nedlitzer, die bei sieben Punkten Vorsprung auf Fortuna II Tabellenrang acht sicher haben, steht ein Heimspiel an. Sie erwarten den Vierzehnten, Roter Stern Sudenburg, der sich noch ein Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt macht.

Trotz des Klassenerhalts, den die Nedlitzer schon lange perfekt gemacht haben, betonte Trainer Helmut Friedrich: "Wir wollen gewinnen und weitere Punkte sammeln." Vielleicht können die Kicker bis zum Saisonende noch ein paar Plätze gutmachen.

Personell gesehen sieht die Lage gut aus. Kevin Göritz hat seine fünfte Gelbe Karte abgesessen und Maik Fambach ist aus dem Urlaub zurück. Auch sonst sind alle Spieler da. Friedrich fordert von seiner Truppe eine Leistungssteigerung zum Spiel in Tucheim: "Mit so einer glanzlosen Leistung brauchen wir nicht wieder auftreten", sagte er und fügte an: "Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, aber die Chancenverwertung war katastrophal."