Vier Schwimmerinnen des TV "Gut Heil" Zerbst nahmen erfolgreich an den Sachsen-Anhalt-Meisterschaften in Zwickau teil, die gemeinsam mit Sachsen und Thüringen ausgetragen wurden und für Schwimmer aus ganz Deutschland offen waren.

Zwickau (alü/sza) l So reisten auch einige Schwimmer aus dem Land Brandenburg, aus Mannheim und Augsburg an. Medaillen wurden nur an die Gesamtsieger verteilt. Für die Landessieger gab es zusätzlich Urkunden.

Das Angebot an Strecken war gewaltig, da gleichzeitig lange und kurze Strecken in allen Disziplinen und Staffeln angeboten wurden. Sachsen stellte mit 170 mehr als die Hälfte der Schwimmer. Gewertet wurde in Altersklassen (AK) mit jeweils fünf Jahrgängen von AK 20 bis AK 90. "In den jüngeren Jahrgängen dominierten ehemalige Sportschüler die Wettkämpfe und wir konnten ausgefeilte Stile bewundern", berichtete Annemarie Lüdicke.

Drei Schwimmerinnen des TV "Gut Heil" starteten zum ersten Mal auf einer Landesmeisterschaft.

Im letzten Jahr war die AK 65 kaum besetzt. In diesem Jahr aber traf Dr. Meike Hollatz gleich auf drei Schwimmerinnen aus Sachsen-Anhalt aus Halle, Wittenberg und Köthen, die etwas schneller ans Ziel kamen, so dass ihr trotz Bestzeiten über 50m Rücken und 50m Brust jeweils nur der vierte Platz blieb.

In AK 60 dagegen fehlten dieses Jahr einige Schwimmerinnen. So kam Doris Wunderlich mit fast zeitgleichen 50m Brust insgesamt zu einem dritten Platz nach einer Sächsin und einer Thüringerin und damit zu einer Bronzemedaille und wurde Erste in Sachsen-Anhalt.

Ihre Schwester Iris Hecht trat gleich dreimal in der AK45 an, die insgesamt sehr stark besetzt war. Über 50m Freistil erkämpfte sie sich den dritten Platz in Sachsen-Anhalt, über 100m und 200m Freistil siegte sie in Sachsen-Anhalt konkurrenzlos.

Annemarie Lüdicke siegt gleich sechsmal

Annemarie Lüdicke absolvierte in der AK 75 acht Starts. Sie siegte über 50m Rücken, 100m Rücken, 50m Schmetterling, 100m Schmetterling, 100m Brust und 200m Freistil und wurde Zweite über 50m Brust nach der sehr schnellen deutschen Meisterin Gisela Gruner aus Sachsen und Dritte über 50m Freistil.

Die letzte Strecke gewann in Sachsen-Anhalt mit vier Zehntel-Sekunden Vorsprung die Halberstädterin Gisela Eichner, die auch über 50m Rücken und 50m Brust Konkurrentin war.

"Während im ersten Abschnitt gute Zeiten geschwommen wurden, fielen alle Zeiten im zweiten Abschnitt mäßig aus, da sich brütende Hitze in der Halle ausbreitete und die Veranstaltung sich sehr in die Länge zog", so Lüdicke, die anfügte: "Das war schade, denn Zwickau hat eine schöne, neu renovierte 50m-Halle zu bieten.