Dessau (hru/sza) l Fußball-Kreisligist SG Dobritz/Garitz unterlag der SG Blau-Weiß Dessau mit 1:4 (1:3).

"Es war typischer Sommerfußball gegen einen Gegner, der praktisch nur von den Ideen und Vollstrecker-Qualitäten eines Nebelung lebte", berichtete SG-Trainer Helmut Rudolf. "Die SG war nicht in der Lage, diesen Mann aus dem Spiel zu nehmen. Bei ihr lebte das Spiel von Missverständnissen in der Abwehr, mit einem angeschlagenen Torhüter, im Mittelfeld mit wenigen Ideen und im Angriff sehr harmlos. So muss man sich nicht wundern, dass ein Nebelung seine Kreise ziehen konnte, zwei Tore vorbereitete und zwei selbst verwandelte. So kam die 1:4-Niederlage zu Stande, obwohl der Schiedsrichter uns zwei klare Handelfmeter verwehrte."

Bereits in der vierten Minute brachte Sebastian Kettmann die SG in Front. Ein misslungener Flankenball wurde zum Torschuss. Der Ball setzte kurz vor dem Torhüter auf und sprang über ihn ins Gehäuse.

In der ersten Viertelstunde lief das Spiel recht ordentlich, bis plötzlich ein Riss ins Gefüge kam. Nur einer war hellwach, besagter Nebelung. In der 19.Minute entwischte er auf der rechten Seite, legte den Ball genau auf den freistehenden Lorenz, der keine Mühe hatte, aus fünf Metern einzuschießen. Dann köpfte Nebelung einen Eckball an die Querlatte. Den zurückspringenden Ball nickte Kieslich zum 2:1 ein (24.).

Gelegenheiten den Ausgleich zu erzielen gab es mehrere. Ein Schuss von Jonas Rudolf zischte knapp am rechten Toreck vorbei (26.). Ein Torschuss von Steffen Fräßdorf war keine Gefahr für den Keeper. Eric Metzker jagte den Ball aussichtsreich über den Kasten.

Wie man erfolgreich Tore macht, zeigte Nebelung. Bei einem Gegenangriff orientierte sich die Abwehr mehr auf den Ball, als auf die Gegenspieler. Völlig frei und ungestört nahm er den Flankenball von rechts und jagte ihn volley, gegen die Laufrichtung des Torhüters, ins rechte Eck zum 3:1 (36.).

Nach der Halbzeitpause spielten die Gäste druckvoller, denn bei der Heimelf spürten sie konditionelle Probleme. Leider waren sie an diesem Tag nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Es gelangen viele gute Aktionen, aber nur bis zum Strafraum.

So war es wieder Nebelung, der zum 4:1 in der 65. Minute einlochte. Die letzten 25 Minuten spielte die SG nur noch auf ein Tor. Metzker war frei durch, jagte das Gerät über den Kasten. In der 72. Minute dann ein absichtliches Handspiel durch einen Abwehrspieler. Die Hand ging deutlich zum Ball, wie auch in der 82. Minute. Der Schiedsrichter sah es anders. Glück für den Gastgeber.

Dann hatte Kay Borgsdorf Pech. Er bekam bei seinem Direktschuss nicht genügend Druck hinter den Ball.