Zerbst/Nedlitz l Für die Teams aus Zerbst und Nedlitz steht heute der vorletzte Spieltag in der Landesklasse 2 an. Beide haben Heimaufgaben zu lösen.

Während für die Nedlitzer Vorfläming-Kicker der achte Tabellenplatz sicher ist und sie ihr Ziel, den Klassenerhalt, schon längst erreicht haben, haben die Zerbster vom TSV Rot-Weiß noch ein Fünkchen Hoffnung auf den Staffelsieg.

Doch die Karten wurden nach der 2:3-Niederlage in Neustadt neu gemischt. Der Spitzenreiter Union Heyrothsberge hat nach dem Last-Minute-Sieg daheim gegen Fortuna II - das Tor erzielte Daniel Ziemann per Freistoß in der 89. Minute - seinen Vorsprung auf vier Punkte ausgebaut. Die Zerbster müssen ihre letzte Heimaufgabe lösen, doch sind sie auf einen Patzer der Unioner angewiesen.

Utopisch scheint dies nicht zu sein, denn für Union steht heute beim TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens eine schwere Aufgabe an. Für die Zerbster ist die Aufgabe zumindest von der Papierform her leichter. Doch gerade gegen die SG Gnadau mussten sie im Nachholspiel am 19. April beim 2:2 wertvolle Punkte abgeben. Eine Revanche ist angesagt.

"Wir wollen uns nicht an den Strohhalm klammern, sondern für uns zu einem vernünftigen Saisonabschluss kommen", sagte TSV-Trainer Torsten Marks. "Alles andere können wir nicht mehr beeinflussen."

Personell sieht es gut aus. Ricardo Werner muss noch passen. Ein Kreuzbandriss wurde jedoch ausgeschlossen. Dafür wird Wolfram Weiß im Tor stehen. Und der verletzte Carsten Kosel fehlt. Sonst sind alle an Deck. "Wir wollen vor allem ein besseres Spiel als in der Vorwoche abliefern und unsere Leistung über zwei Halbzeiten abrufen. Die Saison war sehr gut, das werde ich den Jungs auch vor dem Spiel noch einmal sagen", so der Coach.

Die Nedlitzer haben erneut ein Heimspiel zu bestreiten. Zu Gast ist heute die Landesliga-Reserve des SV Fortuna Magdeburg. Im Duell Tabellenachter (SC Nedlitz) gegen den Neunten geht es jedoch "nur noch" um die Ehre. Die Nedlitzer haben 40 Punkte vorzuweisen, die Fortuna hingegen 32. Auch nach oben geht für den SC nichts mehr. Der TSV Kleinmühlingen/Z. hat schon sieben Punkte Vorsprung.

"Es wird ein schweres Spiel. Fortuna erwies sich schon im Hinspiel als harter Gegner", sagte SC-Trainer Helmut Friedrich. "Bei dieser Konstellation ist es schwer, die Spieler noch zu motivieren, aber wir wollen gewinnen und unserem Publikum ein gutes Spiel liefern."

Vor allem steht das Thema Chancenverwertung wieder ganz oben. "Das muss besser werden", so Friedrich, der dabei bleibt: "Wenn man so viele Chancen auslässt, braucht man sich am Ende nicht wundern."

Im Hinspiel erreichte der SC einen 4:2-Sieg. Heute fehlen Nikolai Kuklin (Arbeit) und Daniel Pilatzek (privat). Ob Sebastian Daudert das Team unterstützen kann, stand noch nicht fest.