In der Landesklasse 2 sind die Würfel gefallen. Tabellenführer SV Union Heyrothsberge siegte in Kleinmühlingen knapp mit 2:1, hat somit vier Punkte Vorsprung vor dem TSV Rot-Weiß Zerbst und sicherte sich die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga.

Zerbst l "An den kleinen Strohhalm wollten wir uns nicht klammern", betonte TSV-Trainer Torsten Marks noch einmal, nachdem Spitzenreiter Heyrothsberge die Meisterschaft klargemacht hatte. Einige Fußballfans und vor allem viele Zerbster hatten doch gehofft, dass es vor dem letzten Spieltag, wo Zerbst und Heyrothsberge aufeinander treffen, noch einmal spannend wird.

"Wir haben uns zum Ende hin einfach zu viele Fehler erlaubt."

TSV-Trainer Torsten Marks.

"Das müssen wir anerkennen. Union Heyrothsberge ist absolut verdienter Staffelsieger. Wir gratulieren herzlich", so Marks, der anfügte: "Wir haben uns zum Ende hin einfach zu viele Fehler erlaubt."

Am Samstag fackelten die Zerbster gegen Gnadau auch nicht gerade ein Feuerwerk ab, aber am Ende sprang ein klarer 4:1 (2:0)-Erfolg heraus.

Die Rot-Weißen zeigten von Beginn an, dass sie den Sieg wollen. Die erste Chance hatte Manuel Weise, der seine Einsatzchance sehr gut nutzte. "Er hat in den letzten Wochen eine immer bessere Form gezeigt und ein prima Spiel gemacht", lobte ihn sein Trainer.

Der 19-Jährige zog nach guter Kombination, die er selbst eingeleitet hatte, aus 17 Metern ab, verfehlte jedoch das Gehäuse des Gnadauer Keepers Ronny Merker. Die nächste Möglichkeit hatte Max Syring, doch er traf das Spielgerät nicht richtig. Nach langem Ball von Steve Wollgast zog Bastian Wiegelmann aus 16 Metern ab, aber die Kugel ging knapp vorbei (22.).

Im Gegenzug kam ein Gnaudauer im Strafraum zum Kopfball, dieser ging jedoch über das Tor von Wolfram Weiß (24.). Nach guter Kombination über Weise, Möhring und Wiegelmann schoss Letzterer knapp über das Gehäuse.

Dann zappelte die Kugel doch im Gästetor. Wiegelmann ging allein auf Merker zu, zögerte aber zu lange. Im Nachsetzen kam Johannes Tiede an den Ball und erzielte die 1:0-Führung (31.).

Zwei Minuten später das 2:0. Ein langer Ball von Torben Fischer auf Florian Sens und der Kapitän schloss mit einem Flachschuss zum 2:0 ab.

Vor der Halbzeit hätten Wiegelmann und Möhring noch erhöhen können, aber beide scheiterten am guten Gnadauer Torwart.

"Das war zum Haare raufen", fasste es Marks zusammen. "Wir hatten genügend Chancen, um höher führen zu müssen."

In Hälfte zwei stellte der Coach um. Sebastian Sens kam für Florian Böning und Otto Möbius für Syring. "Ich hatte einiges ausprobiert, deshalb war auch viel Leerlauf zu sehen. In dieser Phase hatten wir auch das 1:2 bekommen", so Marks.

Beim Gegentreffer verschätzte sich Fischer nach einer Flanke von der rechten Seite. Hinter ihm lauerte Björn Borck und schob aus Nahdistanz zum 1:2-Anschluss ein (51.).

Die Rot-Weißen machten weiter Druck. Erst setzte Wiegelmann die Kugel an die Latte. Im Nachsetzen spielte F. Sens den Ball, den ein Gnadauer klar mit der Hand annahm, aber Schiedsrichter Thomas Neumann (Medizin Magdeburg) sah es anders (66.).

In der 70. Minute sorgte Wiegelmann für die Entscheidung. Weise setzte den Torschützen super in Szene und er traf zum 3:1. Nach klasse Pass von F. Sens tanzte Möbius den SG-Keeper noch aus, doch der Winkel war zu spitz. Dann zog Möhring nach Pass von Möbius ab, aber Merker hielt stark (88.).

Steve Wollgast sorgte dann für den 4:1-Endstand. Er trat zum Eckstoß an, zog direkt auf das Gehäuse und die Kugel zappelte im Netz (89.). Die letzte TSV-Chance hatte Wiegelmann, doch er scheiterte freistehend vor Merker (90.).

"Wir waren 90 Minuten lang überlegen und haben uns den Sieg verdient", so Marks abschließend.

Am kommenden Samstag ist der TSV beim Staffelsieger in Heyrothsberge zu Gast. "Wir werden das Spiel gleich zur Vorbereitung auf das bevorstehende Kreispokal-Finalspiel nutzen", blickte Marks voraus.

Zerbst: Weiß - Florian Sens, Fischer, Wollgast, Weise, Hagen Ernst, Wiegelmann, Möhring (76. Reichhardt), Tiede, Böning (50. Sebastian Sens), Syring (50. Otto Möbius).

SR: Thomas Neumann (Medizin Magdeburg), Bastian Lammers, Martin Seidl. ZS: 105.