Zerbst (sza) l Die Verantwortlichen des Kreisligisten TSV Rot-Weiß Zerbst II, Trainer Christian Friedrich und Betreuer Gerd Bürgel, hatten am Samstag alles für das letzte Saisonheimspiel gegen Blau-Weiß KliekenII vorbereitet. Kurzfristig erfuhren sie aus dem Internet, dass die Partie abgesagt wurde.

So war der Zerbster Trainer entsprechend sauer: "Das ist schon mehrfach in dieser Saison passiert. Ich konnte meinen Spielern nicht einmal absagen, da wir es erst kurz vor Spielbeginn bemerkt hatten. Das macht keinen Spaß mehr."

Kurzerhand wurde ein Trainingsspiel angesetzt. "So waren die Jungs wenigstens nicht umsonst hier und hatten etwas Spaß", sagte der Coach, der die Kulisse des letzten Heimspieles auch für die Verabschiedung verdienstvoller Spieler nutzen wollte. Die gab es nun mehr oder weniger intern, aber nicht weniger herzlich.

Enrico Ritterbusch und Tobias Grune beendeten ihre Laufbahn in der zweiten Mannschaft. Beide wollen noch bei den Alten Herren spielen. Ritterbusch, der im Frühjahr Vater wurde, möchte sich beruflich und vor allem privat mehr Zeit nehmen. Grune, der eine Laufbahn als Schiedsrichter angefangen hatte, möchte sein Augenmerk nun auf diese neue Aufgabe lenken.

"Beide wollen, wenn Not am Mann ist, bei uns noch aushelfen", ist ihnen ihr Trainer dankbar.

Nun hoffen die Kicker auf die drei Punkte vom Sportgericht. "Ich gehe fest davon aus, dass wir diese bekommen, denn Klieken hat wohl personalbedingt abgesagt", so Friedrich, der anfügte. "Aus eigener Kraft können wir den Staffelsieg nicht mehr erringen. Aber wenn wir am Samstag bei der SG Oranienbaum-Wörlitz II gewinnen, sind wir Zweiter und das ist es, was ich mir vorgestellt hatte."

So soll es am Abend gemeinsam mit der Landesklasse-Elf eine Saison-Abschlussfeier geben. Eine interne Mannschaftsfeier ist auch noch geplant. "Wir wollen nach dem Pokalfinalspiel zwischen Zerbst und Nedlitz gemeinsam grillen", so der Coach.