Garitz (hru/sza) l Es bleibt dabei: Die Gäste vom SV Gohrau können gegen Fußball-Kreisligist SG Dobritz/Garitz nicht gewinnen und waren am Ende sehr froh, noch eine Punkteteilung erreicht zu haben.

Trotz des Ausfalls von vier Stammspielern und der schweren Sprunggelenkverletzung von Steffen Fräßdorf in der 24. Minute überzeugten die zum Einsatz gekommenen Spieler in vollem Umfang. Im gesamten Spielverlauf war die SG spielbestimmend und hätte eigentlich den Sieg verdient gehabt. "Mit dem 1:1-Unentschieden bin ich trotzdem zufrieden. Gegenüber dem Spiel bei Blau-Weiß Dessau war die Leistung ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ein besonderer Dank gilt den drei Spielern der zweiten Mannschaft, die kurzfristig eingesprungen sind und keinesfalls enttäuschten", freute sich SG-Trainer Helmut Rudolf.

Die Heimelf spielte schnell und direkt und setzte damit den Gast gehörig unter Druck, der sichtlich von dieser Spielstärke überrascht war. Die Abwehr stand sehr stabil, besonders Kay Borgsdorf war im Abwehrverhalten und im Spiel nach vorn sehr stark.

So war es auch nicht verwunderlich, dass er in der 28. Minute Ausgangspunkt zum 1:0-Führungstreffer war. Seinen scharf getretenen Eckball konnte der Torhüter nicht festhalten. Er ließ ihn durch die Hände rutschen. Der Ball bekam dadurch einen eigenartigen Drall, so dass der Abwehrspieler ihn nicht kontrolliert abwehren konnte und er von seinem Fuß ins Tor sprang. "Das war ein glücklicher Treffer. So gesehen war es eine Entschädigung für die vielen unglücklichen Gegentreffer im Verlauf der gesamten Saison", so Rudolf.

Der Treffer gab der SG sichtlichen Auftrieb. Der Gast bekam kaum Gelegenheit für einen gefährlichen Abschluss. Auch ein Verdienst der Mannschaft, die diesmal sehr diszipliniert die Vorgaben des Trainers umsetzte und dem Gegner keinen Freiraum für das eigene Spiel ließ. Auch Torjäger Kuhnat war bei Kettmann/Heilig sehr gut aufgehoben.

Auch die schlimme Verletzung von Fräßdorf brachte keinen Bruch ins Spiel, denn Alexander Sens lieferte eine starke Vorstellung ab, der die Position im zentralen Mittelfeld übernahm. Leider hat Eric Metzker zur Zeit eine Torflaute. Seine starke Vorstellung brachte leider kein Erfolgserlebnis.

In der zweiten Hälfte kam noch eine engagiertere Heimelf auf das Spielfeld. Die Gäste kamen nur noch gelegentlich aus der eigenen Hälfte und hatten in vielen Situationen Glück, dass es mit der Chancenverwertung nach wie vor bei der SG hapert. So hätte es mindestens noch zwei Treffer geben müssen. Entweder wurde zu hastig der Abschluss gesucht, oder das Ziel nur knapp verfehlt.

So war der Gast sehr glücklich über den Ausgleichstreffer von Kuhnat, der in der 83. Minute sträflich freigelassen wurde, Friedrich entwischte und zum 1:1-Ausgleich einschob. Es war zwar die einzige Gelegenheit, die er aber konsequent nutzte.

Leider wurde die Partie in den letzten Minuten sehr hektisch. Der sehr gut amtierende Schiedsrichter Heinz Baake (Rodleben) war jederzeit Herr der Situation und ein souveräner Leiter. Auch in der kritischen Situation in der 88. Minute, nachdem er bei einem Foulspiel je einen Spieler beider Mannschaften vom Feld schicken musste.

Wenn die Mannschaft beim letzten Spiel bei Lok Dessau II eine ähnliche Leistung abrufen kann, sollte eine Überraschung drin sein, zumal es dort immer sehr knapp zuging.