Das Fahrturnier des Reit- und Fahrvereins Steckby/Anhalt, das am vergangenen Wochenende zum 22. Mal ausgerichtet wurde, war erneut ein voller Erfolg.

Steckby l Auch wenn dieses Mal kein Springreiten ausgerichtet werden konnte, da es zeitlich und vor allem personell bedingt nicht zu stemmen war, hatte der kleine Verein 30 Prüfungen zu bewältigen, ein Mammutprogramm.

Trotz der Wetterkapriolen, mal regnete es wie aus Kannen, meist schien jedoch die Sonne, fanden sich viele Zuschauer ein. Vor allem die große Marathonfahrt mit den anspruchsvollen Hindernissen lockte an, ließ viele staunen.

Nach Steckby kommen die Fahrer gern. "Hier passt einfach alles gut zusammen. Das Fahrerlager und das Fahrgelände sind eng beieinander", sagte Jan Schuster vom RFV Beuster aus der Altmark. "Wir kennen uns hier alle schon seit Jahren", fügte der Vize-Landesmeister der U25 Pony Klasse M an.

Im Mittelpunkt des Turniers standen die Landesmeisterschaften der Zweispänner. Drei Teilprüfungen, die Dressur im Viereck, die Marathonfahrt sowie das Hindernisfahren, waren zu bewältigen.

Teils durchquerten die Fahrer die Hindernisse wie beispielsweise den Reifenparcour spektakulär. Nach dem kräftigen Regenguss blieb sogar ein Gespann stecken. Erst nach mehrmaligem Anlauf ging die wilde Fahrt weiter.

"Trotz allem gab es nur einen kleinen Unfall", bilanzierte der Vereinsvorsitzende und Organisationschef Michael Berner, der mit den Leistungen seiner Vereinsmitglieder auch "zufrieden" war.

Bei diesem Unfall landete ein Gespann an der Hauptstraße im Graben, wobei sich die Fahrer verletzten. "Das war aber nicht so dramatisch. Das passiert mal", so Berner, der den Verletzten "alles Gute wünscht". Mit schwerem Gerät wurde der Gespannwagen aus dem Graben gezogen.

Die Lokalmatadoren konnten sich auch gut in Szene setzen, allen voran Steffen Gerber, der sich mit dem Zweispänner der Klasse M den Titel sichern konnte. Dabei ging es äußerst knapp zu. Im Dressurviereck musste Gerber dem Zerbster Ralf Matzke (RFV St. Laurentius), der zwei Punkte mehr erreichte, den Vortritt lassen. Im Gelände konnte sich Gerber gegen den späteren Vizemeister Tino Bode (RV Prussendorf) behaupten. Beim Zwei-Phasen-Hindernisfahren blieben nur zwei Gespanne im Umlauf fehlerfrei, das von Gerber und das von Bode.

Am Ende dominierte der Steckbyer und kam vor Bode zu Landesmeister-Ehren. Matzke erreichte den vierten Rang.

Die Landesmeister-Ehrung nahm der Geschäftsführer des Landesverbandes der Reit- und Fahrvereine, Thomas Preiß, gemeinsam mit der Schirmherrin des Turniers, Regina Frens und Michael Berner, vor.

Auch die Pony-Fahrer waren erfolgreich. Die Dressur der Pony-Zweispänner Kl. M gewann die Walternienburgerin Luisa Sandmann vom RFV St. Laurentius Zerbst. Ihr Vereinskollege Pascal Fischer holte sich den Sieg im Geländefahren für Pony-Zweispänner Kl. M. Die Dressur der Pony-Einspänner Kl. A gewann Sabine Rieseler, ebenfalls vom RFV St. Laurentius.

Platzierungen gab es auch für Anke Fräßdorf, Dennis Laue (beide RFV Steckby-Anhalt), Hans Joachim Trumpf (RFV St. Laurentius Zerbst) sowie für Sandmann und Rieseler.

Bemerkenswert ist der vierte Platz der erst elfjährigen Helen Gerber vom Gastgeber in der Komb. Prüfung der Einspänner Kl. A, die sich gegen die "Großen" schon sehr gut behauptete.

Der RFV Steckby/Anhalt freut sich nun auf weitere Turniere der befreundeten Fahrsportler, bevor es dann um die Vorbereitung der 23. Auflage des eigenen Turniers geht. "Eventuell soll es dann auch wieder ein Springreiten geben", so Berner, der anfügte: "Das geht nur, wenn wir genügend Leute zur Verfügung haben."

Ein Dank richtete der Verein an alle freiwilligen Helfer, die alles gut meisterten und an alle Sponsoren für die großzügige Unterstützung.

Alle Ergebnisse unter: www.fn-neon.de

   

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