Zerbst (dae). Die C-Jugend-Handballer vom HSV 2000 Zerbst sind momentan in bärenstarker Form. Nachdem vor Wochenfrist Wolfen mit 14 Toren Unterschied von der Platte geputzt wurde, setzten die Schützlinge von Trainer David Maerten nun noch einen drauf und konnten das Spiel gegen TuS Radis sogar mit 15 Toren Differenz für sich entscheiden. Der frühere Angstgegner der Zerbster blieb dabei nur ein Schatten seiner selbst, fiel lediglich durch überharte und vor allem überflüssige Fouls auf, was eine 15:30 (5:16)-Niederlage zur Folge hatte.

Höchste Konzentration und engagiertes Auftreten von Beginn an war die Maßgabe des Trainers und seine Mannschaft tat ihm diesmal schon in der ersten Halbzeit den Gefallen und sorgte so recht schnell für die Entscheidung in einem relativ einseitigen Spiel. In den ersten sechs Minuten war Radis so beeindruckt vom schnellen Spiel des Gastgebers, dass sie selbst nicht zum Torerfolg kamen. Über 4:0 und 10:3 bis hin zur 16:5-Pausenführung stellte der HSV die Weichen schon früh auf Sieg. Die größten Sorgen bereitete Trainer Maerten nur der verletzungsbedingte Ausfall von Kreisspieler Franz Weferling und das extrem harte Einsteigen der Gäste beim Tempogegenstoß.

In der Halbzeit gab es nichts zu bemängeln, lediglich die Konzentration sollte hochgehalten werden. Das klappte in den ersten Minuten auch recht gut und der HSV knüpfte nahtlos an die Leistung aus dem ersten Durchgang an (21:6). Radis drohte eine richtig derbe Klatsche.

Doch dann ging der viel zitierte spielerische Faden buchstäblich verloren. Die Deckung stand nicht mehr gut. Andreas Haberland im Tor kassierte einige unglückliche Gegentreffer und im Angriff wurde viel zu überhastet mit Einzelaktionen der Abschluss gesucht. Die fällige Auszeit hatte auch nicht den gewünschten Effekt. Erst als sich der Gegner wieder durch völlig unnötig harte Fouls selbst regelmäßig dezimierte, besannen sich die HSV-Youngster wieder auf ihre Stärken. Allen voran Shooter Maximilian Lemke, der mit seinen 14 Treffern großen Anteil am Sieg seiner Mannschaft hatte. Auch Neuzugang Niklas Szegda findet sich in der Mannschaft immer besser zurecht und wird von Spiel zu Spiel stärker.

Nach diesem erneut überzeugenden, wenn auch mit ein paar Schönheitsfehlern behafteten Sieg, steht der HSV auf Platz zwei der Anhaltliga. Am kommenden Sonnabend geht es dann zum schweren Auswärtsspiel beim Spitzenreiter Jessener SV.

HSV: Haberland – Dobritz (6), Maerten (2), Kretschmer (4), Franz (4), Lemke (14/3), Weferling, Milde, Szegda.