Die 46-Jährige leitet den HSV 2000 Zerbst seit dem 26. Juni 2013. Da Sebastian Siebert, er war zuvor Präsident des HSV, beruflich stark eingebunden ist, hat sich die Zerbsterin zur Wahl gestellt. Siebert fungiert als Stellvertreter. Die Zerbsterin ist ein sogenanntes "Urgestein des Zerbster Handballs". Sie ist seit fast 40 Jahren im Verein. Angefangen hatte sie bei der BSG Einheit Empor, aus der sich der TSV Rot-Weiß Zerbst gründete. Im Jahr 1995 wurde der HSV 1995 Zerbst gegründet, aus dem später der HSV 2000 Zerbst hervorging. Die dreifache Mutter durchlief alle Nachwuchsmannschaften, spielte bis 1999 im Frauenteam. In der Saison 2010/2011 feierte sie nochmals ein gelungenes Comeback, um im personell arg gebeutelten Frauenteam auszuhelfen. "Die Frauen waren schon immer zahlenmäßig schwach besetzt. Zwei gingen dann noch zum Oberliga-Team nach Dessau", sagte die Lehrerin einer lern- therapeutischen Gruppe im Albert-Schweitzer-Familienwerk in Lüttgenziatz. "Wenn von wenigen noch zwei weggehen, ist es zu wenig." Ihre drei Kinder, Philipp, Josi und Lena, spielten bzw. spielen beim HSV. Josi ist sogar als Schiedsrichterin für den HSV tätig. (sza)