Zur neuen Saison in der Kegel-Bundesliga gibt es beim deutschen Meister SKV Rot-Weiß Zerbst einen starken "Neuzugang". Mit Marcus Gerdau kehrt ein altbekannter Spieler nach eineinhalb Jahren wieder ins Team der Rot-Weißen zurück.

Zerbst l "Ich habe große Lust, wieder auf internationalen Podesten zu stehen", begründet der 39-Jährige seine Rückkehr zu seinem "alten" Verein. Und dann lässt der Familienvater tief in seine Gedanken blicken: "Ich suche wieder die sportliche Herausforderung auf Top-Niveau. Ich habe in der Zeit in Leitzkau gemerkt, dass mir sportlich doch etwas fehlt, dass ich noch nicht fertig bin mit meiner Kegler-Laufbahn."

Auf seine Leistungen in Leitzkau zurückblickend, immerhin war er wesentlich am Aufstieg der TuS-Kegler in die zweite Bundesliga beteiligt und holte zwei Jahre hintereinander den Einzel-Landesmeistertitel und Bronze bei der letztjährigen deutschen Einzelmeisterschaft, stapelt Gerdau tief: "Ich konnte meine guten Leistungen vom Saisonbeginn nicht stabilisieren. Meine Leitzkauer Mitspieler haben sich an mir hochgezogen, sind immer besser geworden. Aber ich selbst konnte mein Niveau nicht ganz halten."

"Ich hoffe und erwarte schon, dass ich jetzt wieder die Chance habe, mich weiter zu entwickeln."

Doch dass soll jetzt wieder besser werden: "Ich hoffe und erwarte schon, dass ich jetzt wieder die Chance habe, mich weiter zu entwickeln und an meine früheren Top-Leistungen anzuknüpfen."

Dazu kann auch Gerdaus geordnetes familiäres und berufliches Umfeld beitragen: "Meine Ausbildung zum Immobilienkaufmann ist jetzt in trockenen Tüchern und ich arbeite seit März in Zerbst bei der Zima."

Die Zeit bei den "Leitzkauer Wölfen" hat dem zufrieden wirkenden Gerdau auch persönlich sichtlich gut getan: "Die Jungs waren gute Gesprächspartner auch abseits des Sports. Ich darf und werde auch weiterhin regelmäßig in Leitzkau sein und den Kontakt aufrecht erhalten."

"Mit Ehrgeiz und Trainingsfleiß werde ich da meinen Platz finden."

Mit dem Wechsel zurück nach Zerbst verbindet der Kegler natürlich vor allem sportlich sehr hohe Zielstellungen: "Nach den riesigen Erfolgen der letzten Jahre ist die mannschaftliche Zielstellung doch wohl klar. Wir wollen und werden ja nicht rückwärts gehen, sondern in allen Wettkämpfen um die Titel mitspielen wollen. Und dann kommt ja im nächsten Jahr im Mai die Team-Weltmeisterschaft hier in Deutschland. Da will ich dabei sein, wenn meine Leistungen stimmen."

Und obwohl er in den vergangenen Jahren die sportliche Entwicklung des Zerbster Teams nur aus der Ferne beobachten konnte, weiß der Rückkehrer, wie hoch die Trauben beim SKV hängen: "Ich hab ja mit allen, außer Uros Stoklas, gemeinsam gespielt und kann das hohe Nivieau im Team, glaube ich, gut einschätzen. Mit Ehrgeiz und Trainingsfleiß werde ich da meinen Platz finden."

Extra Trainingseinheiten auf seiner "neuen" Heimbahn muss Gerdau nicht einlegen, denn auch in seiner Leitzkauer Zeit hat er weiter in Zerbst trainiert, kennt "die Top-Qualität der Zerbster Anlage, die noch deutlich über das Niveau der Leitzkauer Bahnen hinausgeht".

Während Gerdau schon wieder in die nächste Trainingsrunde abdreht, natürlich bereits im Trikot der Rot-Weißen, hofft SKV-Chef Lothar Müller "auf einen erfolgreichen Einstand in unserem Team."

Und abschließend ist er sich sicher: "Wer Marcus` Leistungsfähigkeit kennt, weiß, dass wir mit ihm sicher nicht schlechter aufgestellt sind als zuvor."

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