Nach dem Ausfall des vergangenen Handball-Verbandsliga-Spiels in Wittenberg, steht der HSV 2000 Zerbst vor einer ganz schweren Partie gegen den Tabellenzweiten Rei-chardtswerben-Prittitz. Das Spiel wird morgen um 16.30 Uhr in der Zerbster Sporthalle "Zur Jannowitz-brücke" angepfiffen.

Zerbst. Mit den Gästen kommt eine Mannschaft an die Nuthe, die in dieser Saison den Sprung in die oberen Tabellenränge geschafft hat. Vergangenen Sonnabend musste Kühnau die Heimstärke der Mannen von Trainer Frank Reichardt anerkennen und nach einer 29:31-Niederlage die Heimreise antreten.

Die SG Saaletal, eine Spielgemeinschaft von Mannschaften aus Reichardtswerben und Prittitz, soll am Ende Platz eins bis drei einnehmen. Dieses anspruchsvolle Ziel formulierte Trainer Reichardt nach dem Hinspiel des HSV in Plotha. Schaut man sich die Ergebnisse der vergangenen Spieltage und den qualitativ noch besser aufgestellten Kader an, so ist man auf dem besten Wege dazu. Dieses "Brennen für den Handball und den Verein" (Reichardt) werden die HSVer und ihre Fans zu spüren bekommen. Fakt ist: Die SG ist in der momentanen Verfassung sogar ein Aufstiegskandidat.

Der HSV muss sich auf einen heißen Handball-Nachmittag einstellen, darf sich nicht so hängen lassen wie beim Hinspiel. Vor über 100 Zuschauern verlor er damals in der modernen Sporthalle von Plotha 27:44, fuhr mit einer deftigen Klatsche wieder heimwärts.

Das wollen die Mannen von Trainer Bodo Benecke diesmal unbedingt verhindern. Vergangenes Wochenende mussten sie wegen der Spielabsage aus Wittenberg pausieren. Ob das gut war, wird sich morgen zeigen.

Für Aufsehen sorgte bei den Handballern der Region der Wechsel von Ralph Steffen zurück zum HSV. Der 1,93 Meter große Rückraum-Recke und Abwehrspezialist ("So einen Mann habe ich gesucht", Benecke) spielte in Dessau-Roßlau unter Trainer Rösike, der ihn nur ungern gehen ließ. Der 25-Jährige kann aber für den HSV noch nicht spielen, da er erst die Wechselsperre absitzen muss. Ihn hätte HSV-Coach Benecke liebend gern gegen den Tabellenzweiten ein- gesetzt.

Dabei ist noch Tobias Els. Der "Blitz von der Nuthe" muss im Februar nach eigenen Angaben pausieren, es stehen Prüfungen an. Ähnliche Bedenken gibt es sicherlich auch bei Jonas Hohmann und Erik Lewin. Beide stehen ebenfalls vor Prüfungen, studieren aber in Magdeburg. Dagegen dürfte Sebastian Engler wieder eine Alternative im Tor sein. Der 21-Jährige konnte nach seiner überstandenen Erkältung voll trainieren. Dabei wurde von Trainer Benecke verstärkt auf das Stellungsspiel der Keeper geachtet, denn diesbezüglich gibt es nach seiner Aussage noch Reserven im Tor- wartspiel.

Hardy Haberland, Sebastian Engler und Christian Geilich bilden ja das Dreigestirn beim Zerbster Verbandsligisten. Wobei Geilich arbeitsbedingt nur bei den Heimspielen eingesetzt werden kann. Trainieren kann der Ex-Oberliga-Keeper zur Zeit kaum. Wer ihn kennt, weiß, dass ihn das nicht befriedigt. Das HSV-Eigengewächs stellt sich aber trotzdem zur Verfügung und kämpft um seine Einsatzzeiten.

Angeführt wird die Mannschaft wieder vom Torschützenbesten der Liga, Sebastian Daudert. Der Kapitän war zwar vergangene Woche leicht verletzt, konnte ebenfalls nicht trainieren, brennt aber wie alle anderen auf die Revanche. Die herbe Niederlage steckt immer noch in den Köpfen der Spieler. Das wollen sie korrigieren, sich achtbar gegen den Favoriten aus der Affäre ziehen.

Für die Handball-Fans sei noch angemerkt, dass die Zweite des HSV ein wichtiges Spiel gegen Wittenberg-Piesteritz bestreitet. Das Spiel beginnt um 14.30 Uhr vor dem Verbandsligaspiel.

Spieler-Kader des HSV: Haberland, Engler, Geilich – Natho, Daudert, Lewin, Hohmann, Els, Krümmling, Krüger, Tiepelmann, Rugies, Markmann, Kämpfer, Maerten, Siebert.

Ansetzungen des Spieltages:

Zerbst – SG Saaletal/Reichardtswerben/Prittitz, Staßfurt II – Schkopau, Einheit Halle II – Erdeborn, Weißenfels – Köthen II, Kühnau – Dessau/Roßlau, Steuden – Bernburg II.