Fußball-Kreisoberligist FSG Walternienburg/Güterglück schloss eine wechselhafte Saison 2013/14 mit dem zwölften Tabellenplatz ab. Das Saisonziel, ein einstelliger Tabellenplatz, wurde knapp verfehlt. Volksstimme-Sportredakteurin Simone Zander sprach mit dem Trainer des Teams, Mario Metzker, über die abgelaufene Serie und über Ziele in der neuen Saison 2014/15.

Volksstimme: Herr Metzker, die Serie lief nicht optimal. Wie sieht Ihr Fazit aus?

Mario Metzker: Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Ein einstelliger Platz war eingeplant, was aus diversen Gründen nicht gereicht hat.

Woran lag das?

Wir haben zu oft nur remis gespielt und uns in den entscheidenden Phasen hängen lassen.

Zwischen dem ersten und neunten Spieltag war Ihre Mannschaft auf den Rängen vier bis sieben. Dann ging es rapide abwärts. Warum war das so?

Es war nachher nicht mehr die gewünschte Trainingsbeteiligung gegeben. Wir haben da ein Problem: Immer wenn es draußen etwas kälter wird und das Wetter nicht so toll ist, ziehen es die Jungs vor, lieber zu Hause zu bleiben. Aber das soll sich in der neuen Serie ändern. Wir hoffen, dass alle heiß sind und denken, dass wir das Training vom ersten bis zum letzten Spieltag dann auch durchziehen können.

Gab es da intern eine Auswertung und wurde das konkret angesprochen?

Wir hatten das zur Halbserie bereits ausgewertet, dass es so nicht funktionieren kann. Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung gemacht. Frank Plantikow muss ich da hervorheben. Er hatte die gesamte Vorbereitung übernommen, da ich im Urlaub war. Da war es zu sehen: Wenn man trainiert und dranbleibt, gibt es auch keine Probleme mit der Kondition. Das haben die Jungs dann selbst gemerkt und zur Rückrunde hin hatte es auch besser funktioniert. Denn ab dem 13. Spieltag war ein klarer Aufwärtstrend erkennbar.

In der Fairness-Tabelle rangiert Ihre Mannschaft auf dem letzten Platz. Fünf Gelb-Rote und sechs Rote Karten sind der Liga-Spitzenwert. Wie beurteilen Sie das?

Das liegt daran, dass man mit sich selber nicht zufrieden ist und die Schuld bei anderen sucht. Dann ist es oft der Schiedsrichter, der dann kein Pardon zeigt. Wenn man durch Pöbeleien und Unsportlichkeiten auffällt, geht es so aus. Das hat mit Fußball nicht zu tun. Das müssen und wollen wir in der neuen Serie ändern. Es wird einen Strafenkatalog geben, den wir in der vergangenen Saison nicht hatten. Die Jungs müssen wissen, dass es wehtun muss. Es muss etwas an der Kasse krabbeln und dann reißen sie sich hoffentlich alle etwas mehr zusammen. Ich hoffe, dass diese Maßnahme helfen wird.

Aber als grob unfair würden Sie Ihr Team nicht einschätzen?

Nein, überhaupt nicht. Wenn man sich die Statistik detaillierter anschaut, ist es so, dass es die entscheidenden Karten nicht durch Foulspiele oder Unsportlichkeiten gab. Die entscheidenden Karten waren die durch Meckereien oder Pöbeleien. Damit haben wir uns oft selbst aus dem Spiel gebracht. Das wollen wir in der nächsten Saison auf keinen Fall wiederholen.

Gibt es Neuzugänge?

Wir haben mit Pascal Rißmann einen neuen Torwart. Er war in der Vorsaison beim Möckeraner TV und arbeitet jetzt in Zerbst, was von der Wegstrecke für ihn besser ist. Er ist seit ein paar Wochen mit dabei, auch schon bei der Abschlussfeier. Inwiefern er sich für die erste oder zweite Mannschaft anbietet, müssen wir erst sehen. Da wir aber in dieser Hinsicht ein Problem haben und immer wieder auf Olaf Körner zurückgreifen mussten, wird er uns in jedem Fall helfen.

Das Training bestreiten beide Teams gemeinsam?

Wir trainieren in der Vorbereitung generell zusammen. Zur Zeit trainieren wir dreimal pro Woche. Zu Saisonbeginn werden wir noch zweimal pro Woche trainieren.

Gibt es schon Vorstellungen zum Saisonziel?

Das Saisonziel ist ganz klar ein einstelliger Tabellenplatz.

Gibt es sonst Veränderungen?

Was die Trainerfrage angeht, habe ich jetzt mit Christoph Bittkau noch jemanden hinzu gewonnen. Wir werden dann ein Trainer-Gespann mit Gleichberechtigung sein. Wir hoffen, da wir auch beruflich eingespannt sind, dass wir das Training dann auch zu Zweit leiten können. Christoph ist Sportstudent und ist von den theoretischen Kenntnissen her auf jeden Fall eine Bereicherung. Er hatte schon in der Vorsaison einige Trainingseinheiten geleitet und wir können von ihm sehr profitieren.

Sind Testspiele schon terminiert?

Ja, wir machen drei Testspiele. Am 26. Juli kommt der SV Blau-Weiß Loburg zu uns. Am 2. August fahren wir nach Garitz zur FSG Vorfläming II und am 9. August sind wir beim Möckeraner TV zu Gast. Dann folgt schon die Pokalrunde.

Noch kurz zur zweiten Mannschaft. Gibt es da Neuigkeiten?

Frank Schulschenk wird dort weiter wirken. Frank Plantikow wird ihm beratend zur Seite stehen. Weiterhin dabei bleiben Achim Meehne und André Schulze. Torsten Walther wird sich etwas zurückziehen. Er bekommt familiären Zuwachs.

Wird weiterhin in Güterglück gespielt oder gibt es Aussichten, wann der Walternienburger Sportplatz wieder nutzbar sein wird?

Der Platz wird ab August rekultiviert. Auch das Gebäude soll neu bzw. ausgebessert werden. Wir hoffen, dass wir im Mai oder im April 2015 alles dort wieder eröffnen und nutzen können. Aber das liegt daran, wann es wirklich mit den Baumaßnahmen losgeht. Wir können hier ohne Weiteres trainieren und spielen und haben ideale Bedingungen.

   

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