Roßlau l Zum zweiten und zugleich letzten Vorbereitungsspiel auf die neue Serie traf die Landesklasse-Elf aus Nedlitz auf den Gastgeber Germania Roßlau. Nach dem Abstieg aus der Landesklasse 5 sind die Roßlauer bestrebt, den direkten Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen.

Die Nedlitzer wollten an die gute Leistung vom Spiel gegen Reppichau anknüpfen, was durchaus gelang. Nach Spielschluss verbuchten sie einen 1:0 (0:0)-Sieg, der jedoch für neue Probleme sorgte.

Der SC musste auf Christian Schmidt, Daniel Pilatzek, Thomas Sanftenberg und Nikolai Kuklin verzichten. So saßen drei Auswechsel-Spieler auf der Bank, bei den Germanen waren es sieben.

Beide Teams hatten mit der brütenden Hitze zu kämpfen. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, wobei beide Abwehrreihen dominierten. Mit zunehmender Spieldauer erarbeiteten sich die Gäste hochkarätige Torchancen. Nach einem Alleingang von Ron Scheil stand nur noch Germania-Torhüter Kugelmacher im Weg, doch er wehrte den Ball genau zu Marcel Kilz ab, der ihn an die Latte setzte (18.).

Beim Gegenangriff verletzte sich Kevin Göritz dermaßen, dass er verletzt ausschied (19.). Dann spielte sich erneut Scheil durch, doch beim Abschluss fehlte die Kraft (23.). Beim Gegenangriff tauchte Sebastian Reh plötzlich vor SC-Keeper Marcus Hoffmann auf, konnte ihn aber nicht überwinden (24.). Danach scheiterte Kilz am Germania-Keeper (32.).

Dann kam es zu einer nicht nachvollziehbaren Schiedsrichter-Entscheidung von Max Grünwoldt (Roßlau), die schmerzliche Folgen hatte. Nach einer Rangelei zwischen Hannes Mielchen und Viktor Antal sah Mielchen plötzlich die Rote Karte. Er soll den Schiri angeblich mit "Penner" betitelt haben, was absolut nicht der Fall war. Nach Spielschluss gab es ein klärendes Gespräch. Nur Linienrichter Tobias Burg (Roßlau) bestätigte die Beleidigung. Grünwoldt selbst nicht.

Das Spiel in Unterzahl meisterten die Nedlitzer hevorragend. Kurz vor der Pause setzte sich Kilz sehr gut durch, doch sein Schuss verfehlte knapp das Ziel (43.).

Nach dem Wechsel erhöhte die Germania um Trainer Gerald Cramer den Druck. Mit der Hereinnahme von Dennis Meyer wurden die Aktionen durchdachter. Einen 20 Meter-Schuss von Meyer wehrte Hoffmann ab (48.). Auch einen weiteren Schuss parierte Hoffmann in großer Manier (54.). Bei einem Lattenschuss von Meyer hätte Hoffmann keine Chance gehabt (64.).

Die Partie war wieder ausgeglichen. In der 70. Minute wurde Eduard Hahn von Kevin Nitschke hervorragend freigespielt, doch der Treffer zum 1:0 fand wegen Abseits keine Anerkennung.

Die Roßlauer blieben bei Standards gefährlich. So musste Hoffmann einen Meyer-Freistoß aus der äußersten Ecke holen (77.). Auch einen Weitschuss von Philipp Lampe lenkte Hoffmann um den Pfosten (79.).

Dann hatten die Roßlauer ihr Pulver verschossen und die Nedlitzer suchten die Entscheidung. Sie sorgten mit schnellen Kontern für Unruhe im gegnerischen Strafraum. Nachdem Kilz seinen Gegenspieler hinter sich ließ, landete sein Schuss am linken Innenpfosten. Von dort sprang er an den rechten Innenpfosten zurück ins Feld. Bei diesem Kunststoß hatten die Roßlauer gleich zweimal Glück (81.).

Eine Minute später wurde Maik Fambach von Kilz herrlich freigespielt. Sein Schuss durch die Beine von Kugelmacher brachte die langersehnte 1:0-Führung (84.). Kurz vor Spielende brachte Kilz Scheil in gute Schussposition, der nur knapp das Tor verfehlte (88.).

Trotz Unterzahl hatten die Gäste das Spiel unter Kontrolle. Trotz zweier Trinkpausen waren die Akteure am Spielschluss mit ihren Kräften am Ende.

SC Nedlitz: Hoffmann - Specht, Alarich, Ritze, Juskowiak, Mielchen, Scheil, Hahn, Nitschke, Fambach, Lehmann, Kilz, Hahn und Göritz.