Heute steht für die Fußballteams aus Zerbst und Nedlitz der zweite Spieltag in der Landesklasse Staffel 2 an. Beide haben schwere Aufgaben zu lösen.

Nedlitz/Zerbst l Der erste Spieltag hielt schon einige Überraschungen bereit, darunter das 2:2-Unentschieden des TSV Rot-Weiß Zerbst gegen den Neuling vom HSV Medizin Magdeburg und der 6:2-Kantersieg des heutigen Gegners der Nedlitzer Vorfläming-Elf, Groß Santersleben, bei der SG Gnadau. Stürmer Tobias Herrmann netzte gleich viermal ein.

Doch SC-Trainer Helmut Friedrich bleibt nach dem überaus erfolgreichen Saisonauftakt mit dem Pokalsieg und dem Punktspiel-Erfolg in Nie- gripp ganz gelassen. "Wir haben Respekt, aber keine Angst", sagte er und formulierte auch ganz klar die Zielstellung: "Zu Hause wollen wir gewinnen und drei Punkte holen."

Für dieses Vorhaben hat er einige Personalprobleme zu lösen. Mit Daniel Pilatzek (privat), Nikolai Kuklin (Urlaub), Christoph Beckmann (Arbeit) und Kevin Göritz (Muskelbündelriss) fehlen vier wichtige Spieler. Hinzu kommt, dass sich Philip Alarich eine Leistenzerrung zugezogen hatte. Er war gestern noch beim Arzt. Ob er spielen kann, stand noch nicht fest.

"Trotzdem haben wir eine gute und schlagkräftige Truppe beisammen", war Friedrich dennoch optimistisch. "Wir wollen versuchen, den vierfachen Torschützen gegen Gnadau in Schach zu halten. Wir konnten viel Selbstvertrauen tanken und müssen immer unsere Leistung abrufen."

Für die Rot-Weißen aus Zerbst steht heute um 15 Uhr ein Auswärtsspiel an. Beim Vorjahresneunten, SV Arminia Magdeburg, wartet eine schwierige Aufgabe.

Auch TSV-Trainer Torsten Marks muss auf einige wichtige Spieler verzichten. Thomas Möhring wird nach dem doppelten Trümmerbruch für die gesamte Serie ausfallen. Ebenso fehlt Carsten Kosel (Schulterverletzung). Daniel Ernst, Otto Möbius und Stefan Kunitschke sind im Urlaub. Hinter dem Einsatz von Bastian Wiegelmann steht noch ein Fragezeichen. Er hatte nach dem Training am Donnerstag über Knieprobleme geklagt.

"Arminia ist ein schwieriger Gegner, der zum Auftakt verloren hatte und auf Wiedergutmachung sinnt", sagte Marks, der anfügte: "Es ist eine gestandene Mannschaft, die sich umstrukturiert und verjüngt hat. Wir müssen vor allem die zweite Halbzeit vom ersten Spiel abhaken und an die gute erste Hälfte anknüpfen. Und wir müssen diese gute Leistung über die gesamten 90Minuten abrufen."