Dessau/Zerbst (gar/sza) l Die erste Runde im DFB-Kreispokal um den "Köthener-Brauerei- Cup" hielt, was sie versprach, auch wenn die Überraschungen ausgeblieben sind. Ansonsten kamen die zahlreichen Zuschauer voll auf ihre Kosten, denn sie bekamen viele Tore und auch zwei Elfmeterschießen zu sehen.

Wie erwartet gaben sich die drei Landesklasse-Teams, die am Samstag im Einsatz waren, keine Blöße. So kamen die Kicker der SG Blau-Weiß Klieken beim SV Germania Roßlau zu einem 3:0-Erfolg. Die Gastgeber konnten die Partie ihrerseits in der ersten Halbzeit beim 0:0 offen gestalten. Nach der Pause setzten sich die Gäste aber auf Grund ihrer spielerischen und läuferischen Vorteile noch deutlich durch.

Einen 4:1-Erfolg verbuchten die Kicker des TSV Rot-Weiß Zerbst beim Kreisoberligisten FSG Steutz/Leps, der aber so klar, wie es das Ergebnis aussagt, nicht war. Die Gastgeber waren über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner und konnten so die Partie beim Stand von 1:2 bis zur 70. Minute relativ offen gestalten. Dann setzten sich aber die größeren Kraftreserven der Gäste durch.

Keine Mühe hatten die Kicker des ESV Lok Dessau, um sich am Ende beim Kreisligisten Blau-Weiß Dessau deutlich mit 8:0 durchzusetzen. Bis zur Pause konnten die Gastgeber noch einigermaßen mithalten. Doch nach der Pause war es ein leichtes Spiel für die "Eisenbahner", zumal die Gastgeber ab der 81. Minute nach dem Platzverweis von Christian Kunze in Überzahl spielen konnten. Stefan Schulze war mit drei Toren der erfolgreichste Schütze auf Seiten des ESV Lok.

ASG-Kicker im Torrausch

In einen wahren Torrausch spielten sich die Kicker der ASG Vorwärts Dessau beim 15:0-Auswärtserfolg beim Kreisklasse-Vertreter PSV Anhalt Zerbst. Daniel Häcker (4), Steven Schädel und Stefan Rathmann (jeweils 3) waren auf Seiten der Vorwärts-Kicker am treffsichersten.

In einem von drei direkten Kreisoberliga-Duellen unterlag TuS Kochstedt dem Dessauer SV 97 mit 1:3. Der Sieg hätte noch höher ausfallen können, doch Sebastian von Klöden und Tim Fiedler scheiterten jeweils vom Strafstoßpunkt an TuS-Keeper Stephan Sitte.

Zwei weitere direkte Kreis- oberliga-Duelle mussten im Elfmeterschießen entschieden werden, da es jeweils nach 120 Minuten immer noch keinen Sieger gab.

In Güterglück unterlag die FSG Walternienburg/Güterglück dem SV Blau-Rot Coswig mit 8:10. In der regulären Spielzeit sah alles nach einem Sieg der Gastgeber aus, denn bis zur 85. Minute führten sie noch mit 5:3. Doch dann traf Sebastian Weigel (85.) vom Strafstoßpunkt und in der zweiten Minute der Nachspielzeit erzielte der gleiche Akteur noch den 5:5-Ausgleichstreffer, so dass es in die Verlängerung ging, wo keine Treffer mehr gefallen sind.

Im anschließenden Elfmeterschießen trafen alle Schützen der Gäste. Auf Seiten der FSG scheiterten gleich zwei Akteure.

FSG-Coach Mario Metzker sprach nach der Partie davon, dass "ein Elfmeterschießen immer Glückssache" sei. "Wir hätten jedoch in der regulären Spielzeit alles klar machen müssen."

Im Elfmeterschießen wurde auch die Partie zwischen der SG Jeber-Bergfrieden/Serno gegen die FSG Vorfläming entschieden. Am Ende hatten die Kicker der FSG Vorfläming mit 8:6 das glücklichere Ende für sich. Die Gastgeber gingen in dieser Begegnung viermal in Führung, wobei Marcel Heissler drei Tore erzielte. Dies reichte aber dennoch nicht, denn in der 106. Minute traf Tobias Schmied zum 4:4-Ausgleich.

Die Gastgeber spielten dabei 45 Minuten in Unterzahl. Zunächst sah Christoph Friedrich in der 84. Minute die Gelb-Rote Karte. In den letzten acht Minuten standen beim Gastgeber nur noch acht Spieler auf dem Feld, da sich zwei Akteure verletzten und kein Auswechselspieler mehr zur Verfügung stand.

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