Am Sonnabend setzte sich der TSV Rot-Weiß Zerbst in der ersten Runde des Kreispokals beim Kreisoberligisten FSG Steutz/Leps klar mit 4:1 (1:0) durch und wurde als Landesklasse-Vertreter seiner Favoritenrolle gerecht.

Zerbst (smo/sza) l In einem gutklassigen Spiel gewannen die Zerbster zwar verdient, in dieser Höhe aber etwas glücklich.

Zu Beginn gestalteten beide Mannschaften das Spiel abwartend. Die Gastgeber waren gegen den Favoriten defensiv eingestellt. Zerbst brachte nach vorn vorerst nicht viel zustande. Im Spiel der Steutzer waren zu viele Abspielfehler und Ungenauigkeiten zu verzeichnen.

In der 16. Minute nutzten die Rot-Weißen ihre erste gute Chance durch Marcel Gieseler zur 1:0-Führung. Da war die Hintermannschaft der FSG nicht im Bilde.

Nur vier Minuten später hatte Sebastian Hecht die beste Gelegenheit zum Ausgleich, doch er verzog knapp. Die Steutzer spielten jetzt gut, hatten auch weitere Möglichkeiten, doch es blieb bis zum Halbzeitpfiff bei der knappen Zerbster Führung. Dabei vergab Tim Schröter in der 30. Minute noch eine Großchance.

Nach der Pause machten die Zerbster mehr Druck und erhöhten durch Neuzugang Konstantin Wachtel nach einem Torwartfehler auf 2:0 (52.). Doch die Gastgeber waren nicht geschockt, spielten weiter munter mit und kamen bereits im Gegenzug durch Schröter zum verdienten Anschlusstreffer.

Steutz war dem Ausgleich mehrfach nahe, doch der TSV erhöhte den Druck und in der 70. Minute durch Maximilian Syring auch das Ergebnis auf 3:1. Damit war das Spiel praktisch entschieden.

Die FSG ließ zwar nicht nach, musste nun aber die Überlegenheit der Zerbster anerkennen. Diese wurde in der 76. Spielminute mit dem 4:1 durch Johannes Tiede auch nach Toren deutlich.

Steutz/Leps musste zwar das Pokalaus hinnehmen, brauchte sich aber in einem sehenswerten Spiel nicht zu verstecken.

Beide Teams ließen den Fußball-Nachmittag gemeinsam in freundschaftlicher Atmosphäre auf dem Steutzer Sportplatz ausklingen.

"In den ersten 20 Minuten war alles okay. Nach dem 1:0 war es dann zu leger", sagte TSV-Trainer Torsten Marks. "Nach der Pause machen wir das 2:0, lassen dann aber erneut nach, so dass der Anschlusstreffer fällt. In der Folge haben wir gut gespielt und uns mehr Chancen erarbeitet. Am Ende war es ein verdienter Sieg. Respekt auch für die FSG."

FSG Steutz/Leps: Harbke (80. Stephan Moller) - Schmidt, Rummel, Beelitz, Frank Moller, Frens, Lucas (80. Ruhland), Hecht, Lucas Kamschütz (84. Schayka), Felix Kamschütz, Schröter.

Rot-Weiß Zerbst: Werner - Florian Sens, Fischer (46. Böning), Wollgast, Reichhardt (60. Sebastian Sens), Wachtel, Christopher Sens (54. Otto Möbius), Patrick Möbius, Gieseler, Syring, Tiede. Schiedsrichter: Tobias Burg (Roßlau), Uwe Steiner, Andre Bube.

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