St.Pölten/AUT (mhe) l Am vergangenen Wochenende stand für die Spitzenkegler des SKV Rot-Weiß Zerbst der erste Härtetest in der Saisonvorbereitung an. Fünf Wochen vor dem Weltpokal testeten die Zerbster im österreichischen St. Pölten auf Spitzenniveau gegen den Serienmeister aus dem Nachbarland.

"Wir wollten einen neuen Weg in der Vorbereitung gehen und uns dabei mit den Besten auch international messen", erläuterte SKV-Kapitän Timo Hoffmann den Schritt.

Der BSV Voith St. Pölten verfügt mit Lukas Huber, der bei der Einzel-WM im Mai noch Axel Schondelmaier im Viertelfinale besiegte, dem tschechischen Spitzenspieler Jan Kotyza und dem Neuzugang aus Kroatien Matko Bulka über klangvolle Spieler. Dementsprechend liefen die Duelle am Samstag und am Sonntag auf hohem Level ab. "Wir haben bewusst auf ein direktes Match zwischen St. Pölten und Zerbst verzichtet, da wir zum Weltpokal in Kürze wieder aufeinander treffen können. Den psychologischen Effekt des Spiels, egal ob Sieg oder Niederlage, wollten wir vermeiden", ergänzte Hoffmann.

Für den SKV traten dabei erstmals Boris Benedik und Uros Stoklas in der Vorbereitung an. Beide unterstrichen, dass sie bereits einen sehr guten Stand erreicht haben. Benedik erzielte am ersten Tag mit 633 Kegeln ein Topresultat und Stoklas übertrumpfte am zweiten Tag mit 669 Kegeln alle anderen Akteure deutlich.

"Man merkt schon, dass wir wieder einen Schritt weiter gekommen sind und die Qualität weiter zunimmt", zeigte sich Hoffmann zufrieden.

Da auch Rückkehrer Marcus Gerdau stetig Fahrt aufnimmt (595 und 625 Kegel), passt der Formaufbau hin zum Saisonbeginn. Stabil zeigten sich weiterhin Mathias Weber (623, 623), Thomas Schneider (616, 623) und Axel Schondelmaier (638, 590).

Zudem gewinnt auch Torsten Reiser nach bisher durchwachsenen Leistungen in der Vorbereitung immer mehr an Sicherheit und konnte am Sonntag mit 619 Kegeln ein weiteres Topresultat erzielen.

Für die Rot-Weißen steht nun mit einem Turnier am kommenden Wochenende im badischen Liedolsheim der nächste Test an.