Magdeburg l "Über die gesamte Spielzeit gesehen haben wir verdient verloren, da der Gegner uns vor allem in der zweiten Halbzeit in allen Belangen überlegen war", bilanzierte der Zerbster Trainer des TSV Rot-Weiß, Torsten Marks, nachdem seine Landesklasse-Elf am Samstag beim FC Zukunft mit 1:3 (1:1) unterlegen war.

"Die erste Hälfte war noch ausgeglichen. Da hätten wir das Ergebnis auch höher gestalten können", so Marks. So setzte Johannes Tiede die Kugel an die Latte des Zukunft-Tores (2.).

Die Gastgeber machten es besser. Sebastian Sass nutzte eine Unordnung in der Zerbs- ter Hintermannschaft zur 1:0-Führung (7.).

Die nächste Großchance ließ Otto Möbius liegen, der zu lange zögerte und dessen lascher Schuss auf der Linie geklärt wurde (17.). Patrick Möbius sorgte dann fast mit dem Halbzeitpfiff für den 1:1-Ausgleich. Sein Freistoß aus 25 Metern schlug genau im rechten unteren Eck ein (43.).

"In der zweiten Hälfte war es desolat. Wir waren schläfrig, zu ungenau und es hat nichts mehr gepasst", so Marks, der auch den Kampfgeist und die Laufbereitschaft vermisste.

Da hatte Zerbst noch Glück, denn nach einer Ecke setzte Sass die Kugel ans Lattenkreuz (50.). Kurz danach ging Zukunft sogar in Front. Bei einer schnellen Ballstafette fand Zerbst überhaupt keinen Zugriff und Dustin Glockmann schob zur verdienten Führung ein (58.).

Marks versuchte alles, wechselte in der 54. Minute Konstantin Wachtel für Florian Böning und Sebastian Sens für Daniel Ernst ein. "Wenn der Großteil der Mannschaft gar keinen Zugriff zum Spiel findet, ist es für den Rest auch schwierig, was zu machen", so Marks, der betonte: "Entscheidend war, dass Zukunft unbedingt den Sieg wollte. Das hat man auch gemerkt."

So mussten die Rot-Weißen am Ende noch aufpassen, dass sie nicht unter die Räder kommen. Bester Zerbster Akteur war Torwart Ricardo Werner, der mit klasse Paraden einen höheren Rückstand vereitelte.

Als die Rot-Weißen in der 69. Minute erneut kein Mittel fanden, erhöhte Andreas Herbst nach einer Vorlage des Zerbsters Steve Wollgast auf 3:1.

"Es hat einfach nichts mehr gepasst. Der Gegner hat es auch prima angestellt, hat schnell nach vorn gespielt und eben die Tore gemacht. Das war für uns teilweise zu schnell."

In den letzten Minuten versäumten es die Gastgeber sogar, das Resultat höher zu gestalten. Die Zerbster hatten da schon längst aufgegeben.

"Jetzt haben wir zwei Wochen Zeit, das Spiel auszuwerten und aufzuarbeiten, um Verbesserungen vorzunehmen", so Marks. "So wie wir die zweite Halbzeit gespielt haben, brauchen wir uns keinen Illusionen hingeben. Das Ergebnis war für uns sehr sehr schmeichelhaft. Wir hätten uns auch über sieben oder acht Gegentore nicht beschweren brauchen. Da kann sich die Mannschaft bei Ricardo (Werner - d. Red.) bedanken, der vieles gehalten hat."

TSV Zerbst: Werner - Florian Sens, Ernst (54. Sebastian Sens), Wollgast, Kunitschke, Christopher Sens (76. Reichhardt), Patrick Möbius, Otto Möbius, Gieseler, Tiede, Böning (54. Wachtel).

Schiedsrichter: Steffen Wozny (TSV Völpke), Daniel Schlüter, Ramona Becker.

Tore: 1:0 Sebastian Sass (7.), 1:1 Patrick Möbius (43.), 2:1 Dustin Glockmann (58.), 3:1 Andreas Herbst (69.).