Freyburg (pwi) l In Freyburg an der Unstrut kamen wieder Sportler aus ganz Deutschland und von einem Verein aus Österreich zum 92. Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnfest zusammen. Unter den insgesamt 90Vereinen von 14 Landesturn-Verbänden waren auch die Turner vom TSV Rot-Weiß Zerbst.

Verletzungs- und krankheitsbedingt gingen die Zerbs- ter mit nur einer Turnerin, aber fünf Turnern in den Gerätewettkampf unter freiem Himmel. Ines Dankert hatte sich intensiv auf den Dreikampf in der Leistungsklasse KM III40 vorbereitet. An der Bank klappte alles wunderbar, am Stufenbarren patzte sie jedoch. Am Sprung machte ihr schließlich das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Durch den einsetzenden Regen verschlechterten sich die Anlaufbedingungen, der Wettkampf wurde unterbrochen und im Eiltempo schließlich zu Ende gebracht. Zumindest wagte die Zerbsterin ihren Überschlag über den Sprungtisch. Am Ende durfte sie als Dritte ihrer Altersklasse (AK) sogar auf das Siegerpodest.

Auch Helmut Beckmann hatte sich in der AK 75 viel vorgenommen, musste seine Medaillenhoffnung aber gleich nach dem misslungenen Auftakt am Barren aufgeben. Auch die anderen Geräte, Boden und Reck, lagen ihm an diesem kalten Freyburger Vormittag nicht. Es blieb der sechste Platz bei der immer wieder starken Konkurrenz in dieser AK.

Zurück im Wettkampf meldete sich Frank Dankert in diesem Jahr. Er turnte in der AK 50. Er rief "alte" Leistungen wieder ab und wurde mit dem vierten Platz belohnt.

Den schwierigsten Wettkampf absolvierten die jungen Männer. Zum einen wollten Christoph Hamisch und Vinzent Kilz trotz wenig Vorbereitung unbedingt in Freyburg turnen, zum anderen fand ihr Wettkampf am späten Samstag-Nachmittag statt und wurde nach zwei von vier Geräten wegen Regen abgebrochen. Am Sonntagmorgen war es für sie umso schwieriger, erneut Kräfte für das Reck und den Barren zu mobilisieren. Sie gaben ihr Bestes und folgten dem olympischen Gedanken.

Volles Programm an zwei Tagen hatte Yvonne Schmidt als Kampfrichterin. Mit Bravour meisterte sie den Wettkampf-Marathon.

Nicht ganz Marathon, aber immerhin den Zwei-Kilometerlauf im Rahmen des Jahn-Gedenklaufes absolvierten von der Zerbster Delegation Theodor Schmied (zweiter Platz), Lennart Hein (1.), Robin Wiese (3.), Bennet Wiese (1.) und Petra Wiese (1.).

Eine sportliche Herausforderung stellte auch das Jedermann-Turnen mit dem Hans-Fischer-Test für die Teilnehmer dar. Geschick, Kraft und Mut waren bei Übungen wie beispielsweise Zielwerfen, Steinstoßen, Kopfstandmarathon, "Fliege" etc. gefragt. Auch hier mischten die Zerbster kräftig mit, die ansonsten das gemütliche Beisammensein im Zeltlager, die Geselligkeit und den Erfahrungsaustausch mit anderen Turnern beim Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnfest schätzen.