Brehna (mna) l Am vergangenen Wochenende fand das Turnier um den Kreispokal in Anhalt-Bitterfeld in Brehna statt. Die HSV-Handballer aus Zerbst fuhren mit großen Erwartungen hin und wurden von einigen Mannschaften überrascht.

Es standen drei Spiele zu je 30 Minuten auf dem Programm. Im ersten Spiel für den HSV ging es gegen WolfenII. Eine mit nur sieben Spielern bestückte junge A-Jugend-Truppe überraschte den HSV. Waren die Zerbster doch eine andere Mannschaft aus dem Vorjahr gewohnt. Jedoch zeigten sich die "Partygesellen" aus Wolfen als leichte Kost für Zerbst. Zu jeder Zeit bestimmte der HSV das Tempo und das Spiel. Er konnte sehr gut das Tempospiel ausführen und somit einige Schwächen im Wolfener Spiel notieren. Am Ende der ersten 30 Minuten stand ein deutlicher 20:6-Sieg für den HSV an der Anzeige.

Im zweiten Spiel wurde der HSV erneut überrascht. Der Gastgeber aus Brehna verstärkte sich mit gleich fünf neuen Spielern aus Wolfen und der ehemaligen Verbandsligamannschaft aus Schkopau. So sah man die Renner-Brüder wieder auf dem Spielfeld vereint. Damit hatten die Zerbster natürlich nicht gerechnet und somit entwickelte sich ein hart- umkämpftes Spiel.

Im Deckungsverhalten zeigten die Zerbster enormen Nachhole-Bedarf. Immer wieder fanden die Gegner zu große Lücken. Das Spiel war bis zur 27. Minute sehr offen. Aber vielleicht war der HSV das erste Spiel zu schnell angegangen, denn die Kräfte schwanden deutlich. Somit kamen die Würfe nicht mehr zu 100 Prozent dahin, wo sie eigentlich hinkommen sollten. Am Ende musste sich der HSV knapp mit 10:14 geschlagen geben.

Nach einer guten Stunde Pause musste sich der HSV im dritten und letzten Spiel der Mannschaft aus Raghun stellen. Hier fanden die Zerbster zur wohl besten Deckungsleistung in diesem Turnier. Immer wieder erkämpften sie sich den Ball und versuchten, durch schnelles Tempospiel zum Erfolg zu kommen. Dies gelang sehr gut. Aber der HSV musste sich der breiten Wechselbank aus Raghun geschlagen geben.

Da die Zerbster nur zwei Wechselspieler hatten und einer sich im ersten Spiel schon verletzte, wollten sie in den letzten Minuten kein Risiko mehr eingehen und verzichteten auf Auswechslungen. Raghun gewann das Spiel mit 13:10 und sicherte sich den Kreispokal vor Brehna und dem HSV.

Am Ende waren es aber zu viele Fehler, die der HSV selbst verschuldet hatte und folglich "nur" Dritter wurde. "Trotz allem sind wir mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren und wissen jetzt, woran in den letzten Wochen bis zum 28. September gearbeitet werden muss", bilanzierte Trainer Markus Natho.

Ein Dank geht an den Fanclub, der wieder einmal den HSV auswärts unterstützt hatte und an Thomas Gerke, der sich als Spieler zur Verfügung stellte.

HSV: Geilich, Engler - Gerke, Schwenger, Borchers, Hohmann, Krümmling, Rummel, Natho.