Für die Leitzkauer Classic-Kegler startet nach dem morgigen DKBC-Pokalspiel in Cottbus mit dem Derby gegen den Staffelsieger des Vorjahres, den SKV Rot-Weiß Zerbst II, am 13. September das Abenteuer 2. Bundesliga. Volksstimme-Sportredakteurin Simone Zander sprach mit dem Teamchef der "Wölfe", René Geißler, über Ziele und Wünsche für die neue Serie.

Volksstimme: Herr Geißler, Ihre erste Bundesliga-Saison steht an. Wie läuft die Vorbereitung?

René Geißler: Teilweise trainieren wir seit Anfang Juli, um Fehler abzustellen und uns intensiv vorzubereiten. Seit Anfang August haben wir schon Testspiele gegen Wörlitz, Schönebeck und die Frauen von Drosa durchgeführt. Kürzlich haben wir gegen den Magdeburger SV im alten Modus über 200 Wurf getestet. Es folgten Spiele gegen unsere Zweite und gegen die Handballer des SV Eintracht Gommern.

Konnten Sie aus den Testspielen Schlüsse ziehen in Bezug auf die neue Serie?

Es war wichtig, dass wir so viele Testspiele machen, weil wir einen breiteren Kader haben. So konnte sich jeder einmal zeigen. So sieht auch jeder, welche Schwächen er noch hat und woran er noch feilen muss, um sich zu verbessern.

Welche Zielstellung haben Sie intern besprochen?

Unsere Zielstellung ist auf jeden Fall der Klassenerhalt. Es ist unser erstes Jahr in der Bundesliga und wir hoffen, dass es nicht unser letztes ist.

Wen sehen Sie in der neuen Liga als Favoriten und wen als direkten Konkurrenten im Abstiegskampf?

Als Favoriten sehe ich eindeutig die Zweite vom SKV Rot-Weiß Zerbst und Freiberg. Um den Klassenerhalt denke ich spielen Schönebeck, da sie auch einen Spieler verloren haben, und Roßlau, da sie ihre Heimbahn nicht mehr haben.

Personell gab es einige Veränderungen?

Marcus Gerdau ist wieder in Zerbst. Dafür kamen mit Udo Volkland und Tobias Grötzner zwei Bundesliga-erfahrene Kegler zu uns. Tobi hatte ja schon einmal in Leitzkau gespielt. Neu ist Patrick Germer, der wieder mit dem Kegelsport angefangen hat. Durch seine Wohnungsaufnahme in Barleben hat er sich entschieden, hier zu spielen. Er hatte auch schon ein Jahr lang in Brehna in der Bundesliga gespielt.

Mit Marcus Gerdau haben Sie einen Leistungsträger-Verlust zu verschmerzen?

Aus sportlicher Sicht haben wir seine Entscheidung akzeptiert. Wir freuen uns, dass er diesen Weg geht und den Anspruch hat, in der Nationalmannschaft zu spielen. Da gehört er auch hin. Menschlich bedauern wir, dass er gegangen ist. Aber wir haben zu ihm weiterhin Kontakt. Er trainiert jede Woche bei uns.

Wie groß ist jetzt Ihr Kader?

Wir sind zwischen zehn und zwölf Leute. Wir greifen auch auf unsere Zweite Mannschaft zurück. Wer sich dort empfiehlt, erhält bei uns auch eine Einsatzchance.

Welche Stärken sehen Sie in Ihrem Team und gibt es auch Schwächen?

Die mannschaftliche Geschlossenheit und der Ehrgeiz, einmal in der Bundesliga zu spielen und den Verein würdig zu vertreten, sind unsere Stärken. Unsere absolute Stärke sind unsere Heimfans. Schwächen sind sicher die Nervosität und dass bei vielen der Respekt noch sehr groß ist. Das betrifft nur die Jüngeren, die ihre erste Bundesliga-Saison spielen. Bei ihnen tritt oft noch das Nervenflattern auf, was beim Punktsystem schwierig ist.

Apropos neues Spielsystem. Ganz unbekannt ist es ja durch die Pokalspiele nicht. Haben Sie sich über Ihre neue Taktik schon Gedanken gemacht?

Gerade auswärts müssen wir den Gegner studieren und analysieren, wie er auch in den vorherigen Serien gespielt hat, um da auch wirklich taktieren zu können. Das haben wir im Kreis- und Landespokal schon geübt und sind da eigentlich gut gefahren.

Sehen Sie auch einen Vorteil im neuen Spielsystem, außer den Zeitfaktor?

Es ist auf jeden Fall spannender und man muss auf den Punkt genau fit sein. Es ist zeitmäßig absolut Zuschauer-freundlich und das auch für die Spieler.

Mit Zerbst II kommt gleich der letztjährige Staffelsieger nach Leitzkau. Ist das eines der schwersten Spiele?

Es ist für uns kein entscheidendes Spiel. Schön ist, dass es gleich am Anfang ist. Ansonsten wird jedes Spiel schwer werden. Wir wollen gut in die Serie reinkommen und werden unser Bestes geben. Wir freuen uns auch auf viele Segmentbahnen, weil sie einfach neutraler sind.

Sie haben einige Sponsoren. Konnten Sie noch welche hinzugewinnen?

Wir freuen uns, dass uns die Zimmermann Entsorgung GmbH Co.KG. Ladeburg mit unterstützen wird und bedanken uns bei allen Sponsoren.

   

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