Leitzkau l Am ersten Spieltag der 2. Bundesliga Nord/Ost wurde der amtierende Meister SKV Rot-Weiß Zerbst II seiner Favoritenrolle gerecht und siegte beim Aufsteiger TuS Leitzkau unerwartet deutlich mit 7:1 (3515:3270).

Der Landesmeister TuS Leitzkau hatte sich gegen die Spitzenmannschaft aus Zerbst einiges vorgenommen. Dementsprechend engagiert begannen Patrick Germer und Ralph Stiebert. Während Stiebert nach dem Gewinn des ersten Satzes ein Duell auf Augenhöhe gegen Stefan Heckert spielte, unterlag Germer zunächst knapp mit 147:148 gegen Robert Heydrich.

Anschließend übernahm der Zerbster Heydrich das Duell völlig und dominierte mit der ersten Spitzenzahl des Tages klar mit 4:0 Sätzen und 606:532 Kegeln. Mit dem vorletzten Wurf entschied auch Heckert sein Gefecht gegen Stiebert mit 2:2 (560:557) und sorgte für eine 2:0-Führung der Gäste.

Den Kegelrückstand reduzierten die "Wölfe" René Geißler und Rückkehrer Tobias Grötzner zunächst fast völlig. Dann schlug aber vor allem Steffen Heydrich für die Rot-Weißen großartig zurück und bezwang Grötzner mit 3:1 (580:532).

Bei den Zerbstern, deren Nachnamen erstaunlicherweise an diesem Tag alle mit He- begannen, ließ sich einzig Robert Herold noch einige Reserven offen. Dies konnte Geißler (3:1, 522:517) zwar zum Punktgewinn nutzen, überzeugend war das allerdings auch nicht.

Bereits jetzt zeigte sich, dass die Gastgeber hinter ihren Trainingsleistungen zurückbleiben würden, doch was nun von Seiten des SKV kam, übersteigt zur Zeit noch die Möglichkeiten der "Wölfe".

Udo Volkland (0:4, 544:605) mühte sich vergeblich gegen den nächsten Zerbster "600er" Martin Herold, der mit 399 Vollen glänzte. Und auch Leitzkaus Bester, André Fischer (583), wurde erst in der zweiten Phase ebenbürtig gegen den Zerbster Nationalspieler Christian Helmerich, wo Fischer sogar ein Satzgewinn gelang.

Helmerich spielte zwei Bahnen lang absolute Weltklasse und machte aus 353 Kegeln zur Halbzeit insgesamt 647 Kegel (254 Abräumer). Damit überbot er den Bahnrekord seines neuen Teamkameraden Marcus Gerdau um genau einen Zähler.

Mit 3515 Kegeln erzielten die Gäste auch einen neuen Mannschaftsbahnrekord, während TuS eher mäßige 3270 Holz erreichte.

"Mit Nervosität gekämpft"

Für den Teamleiter Geißler stellte diese Niederlage noch keinen wirklichen Rückschlag dar: "Wir hatten im ersten Bundesligaspiel Lehrgeld gezahlt und teilweise noch mehr mit Nervosität zu kämpfen als erwartet. Trotzdem wären die Zerbster in dieser Form nicht zu besiegen gewesen. Ich hoffe darauf, dass sie diese Stärke auch möglichst viele andere Mannschaften spüren lassen werden."

Für die "Wölfe" geht es am kommenden Samstag zum SV Blau-Weiß Auma. Der SKV empfängt den ESV Lok Rudolstadt.