Garitz (hru/sza) l Durch die Auffüllung der ersten Mannschaft, die Verletzung von vier Spielern und anderen Absagen musste der Trainer des Kreisligisten FSG Vorfläming II, Helmut Rudolf, eine Elf zusammenstellen, die dem spielstarken Gegner aus Roßlau Paroli bieten sollte. Die Spieler gaben alles, doch das reichte gegen diesen eingespielten Gegner, der in allen Belangen überlegen war, nicht aus.

Diese erneute deutliche 0:6 (0:4)-Niederlage sollte allen zu denken geben, dass die Mannschaft nicht zur Schießbude der Liga wird. Bereits in der ersten Minute kassierte die FSG den ersten Gegentreffer, der der gesamten Verunsicherung des Teams geschuldet war. In der elften Minute wieder ein leichtsinniger Fehler an der Außenlinie, den der Torschütze zu seinem Vorteil nutzte. Immer wieder stand die Hintermannschaft unter Druck.

Zu viele unkontrollierte Abwehraktionen und Abspielfehler brachten den Gegner immer wieder in Vorteil, den er clever nutzte. So auch in der 23. Minute. Beim Versuch, nach vorn zu spielen, wurde der Ball leichtfertig vergeben. Der Gegner spielte seine Überzahl aus und lochte zum 3:0 ein.

Danach fand sich die FSG etwas besser im Zusammenspiel, konnte aber nicht viel bewirken, weil zu viele Abspielfehler die Roßlauer in Vorteil brachten. Damit stand die Abwehr unter Dauerdruck. In der 42. Minute pfiff der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Strafraum zum Elfmeter und der Halbzeitstand von 0:4 war perfekt.

In der Pause versuchte Helmut Rudolf, die Mannschaft aufzurichten, was ihm nur teilweise gelang. Schade, dass in der 51. Minute Schiedsrichter Mario Ganzer (Zerbst) wie so oft ein Abseits übersah. Somit hatte der Torschütze freie Bahn, zum 0:5 zu vollenden.

In der 67. Minute bekam der Torschütze den Ball nach einem Abwehrversuch serviert und bedankte sich mit dem 6:0.

"Man muss der Mannschaft Lob zollen, dass sie sich in keiner Phase des Spiels aufgab und mit ihren Möglichkeiten versuchte, das Ergebnis in Grenzen zu halten. Phasenweise gab es in der zweiten Hälfte gute Ansätze. Leider fehlten eine ordnende Hand und ein Vollstrecker", sagte Trainer Rudolf.

In den letzten 20 Minuten erspielte sich die Heimelf einige Vorteile. Leider war keiner da, der zu einer Ergebnis-Verbesserung beitragen konnte.

"Schade, dass eine solche Situation zu Stande kam. Es sollten schnellstens Handlungen vollzogen werden, dass das Vorhaben nicht in die Hosen geht. Es ist genügend Spielerpotenzial vorhanden, so dass alle Teams gut besetzt werden können. Es besteht sehr viel Gesprächsbedarf, um zu einem guten Schluss zu kommen", so der Coach.

FSG Vorfläming II: Edgar Heilig - Ritter, de Vries, Friedrich, Borgsdorf (62. Bilepp), Krause, Weimeister, Sohn, Fräßdorf, Häntze, Steinert.

SR: Mario Ganzer (Zerbst).