Am 3. Spieltag der Kreis- oberliga unterlag die FSG Walternienburg/Güterglück im Spitzenspiel dem Landesklasse-Absteiger SV Germania Roßlau knapp mit 1:2 (1:1).

Güterglück (msc/sza) l Die FSG musste auf Patrick Hinz (Rücken-Probleme) und David Maerten (Knieverletzung) verzichten. Von Beginn an entwickelte sich ein Spitzenspiel, das seinem Namen völlig gerecht wurde. Die Germania war bemüht um Spielkontrolle, die FSG störte den Spielaufbau der Gäste und wollte dann über schnelle Gegenstöße zum Erfolg kommen.

Marvin Albrecht erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, spielte auf den pfeilschnellen Pascal Lude, der für Alexander Lachmann durchsteckte. Dieser ließ dem Roßlauer Torwart keine Abwehrchance, doch der Linienrichter sah eine Abseitsstellung (10.).

In der Folge waren die Gäste optisch überlegen, hatten viel Ballbeseitz, ohne sich aber gute Torchancen zu erspielen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltete sich Jens Görisch mit in den Angriff ein. Nach langem Pass von Lude tauchte er vor dem Germania-Gehäuse auf, doch sein Schuss ging knapp rechts vorbei. Ein langes Zuspiel von Kevin Tinaglia erlief sich Lachmann, aber sein Abschluss wurde geblockt.

Danach wurde Germania stärker, war vor allem bei Standards gefährlich. So war es dann auch ein Freistoß, der zur Roßlauer Führung führte. König traf aus 20 Metern durch die Mauer zum 1:0 (36.).

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, Lude konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Freistoß verwandelte Görisch eiskalt gegen seinen alten Verein ins rechte untere Eck zum 1:1 (40.).

Vor der Pause noch eine knifflige Szene für das Schiedsrichtergespann. Lude stoppte einen Roßlauer im Strafraum mit einer riskanten Grätsche und traf Ball und Gegner. Über einen Strafstoßpfiff hätte sich keiner beschweren dürfen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte erspielten sich die Gäste ein leichtes Übergewicht. Die FSG kam kaum aus der eigenen Hälfte. Nach einer Stunde dann die erneute Gäste-Führung. Eine Flanke wurde zunächst geklärt. Der zweite Ball landete wieder beim Gegner. Die folgende Flanke konnte Christopher Jobs nicht richtig klären und Dennis Meyer bedankte sich mit dem 2:1 (60.).

Die FSG war alles andere als geschockt, kämpfte sich wieder in die Partie. Als König dann in der 74. Minute mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen musste, warf sie in Überzahl alles nach vorn. Ein Schuss von Görisch ging links vorbei. Nach einer Ecke setzte Jobs einen Kopfball knapp über das Gehäuse. Wiederum Görisch tankte sich rechts stark durch, schoss dann aber zu eigennützig aufs Tor, statt in der Mitte die freien Mitspieler zu bedienen.

In der Nachspielzeit tauchte Mario Fricke nach einem abgeblockten Schuss plötzlich völlig frei vorm Gästetorwart auf, scheiterte aber. Nach der folgenden Ecke setzte Lachmann einen Kopfball knapp neben das Tor. Danach pfiff Schiedsrichter André Bube die Partie ab.

FSG: Boer - Görisch, Harbig (75. Messerschmidt), Sens, Fricke, Jobs, Lude, Tinaglia, Albrecht, Lachmann, Schulz (63. Schulz). Tore: 0:1 König (36.), 1:1 Görisch (40.), 1:2 Meyer (60.).

SR: André Bube (TSV Mosigkau), Albert Lehmann, Pit Meissner.