Nach der Auftaktpleite gegen Zerbst holten sich die Zweitliga-Kegler des TuS Leitzkau ihre ersten Bundesliga-Punkte der Vereinsgeschichte beim thüringischen SV Blau-Weiß Auma. Nach einem überzeugenden Auftritt siegten die "Wölfe" überraschend deutlich mit 8:0 (3428:3294).

Auma l Der Vorjahresfünfte hatte zur neuen Saison zwar seinen Jugend-Weltmeister Dominik Kunze an den deutschen Vizemeister Bamberg verloren, trotzdem waren die Thüringer klarer Favorit. Am ersten Spieltag war Auma ein 5:3-Erfolg mit Bahnrekord in Mehltheuer gelungen. Dementsprechend selbstbewusst gingen die Gastgeber an die Aufgabe heran.

Drei Bahnen lang hatten die Blau-Weißen auch leichte Vorteile. Dann kam eine unglaubliche Volleserie von René Geißler. Der Leitzkauer Kapitän schaffte innerhalb von 15 Wurf zehn "Neuner" und insgesamt 120 Kegel. Dadurch holte Geißler (2,5:1,5, 575:538) den ersten Mannschaftspunkt (MP) für TuS, dem Ralph Stiebert (2:2, 553:551) mit seinem letzten Wurf den zweiten hinzufügte.

Als im Mittelblock André Fischer dem stärksten Einheimischen Tobias Cyliax (561) alle vier Sätze abnehmen und mit 607 Kegeln ein absolutes Spitzenresultat erzielen konnte, war die Überraschung greifbar. Davon ließ sich auch Patrick Germer (2,5:1,5, 561:554) anstecken. Der Leitzkauer kämpfte seinen Gegenspieler nieder und sicherte bereits das Unentschieden für sein Team.

Tobias Grötzner (2:2, 562:553) und Udo Volkland (3:1, 570:537) wollten nun natürlich den Sieg. Mit zwei großartigen Anfangsbahnen überrollten sie die nun überforderten Favoriten und sorgten für den nie erwarteten 8:0-Erfolg.

Damit sind die "Wölfe" in der Liga angekommen und wollen nun auch gegen den "Bundesliga-Dino" ESV Lok Rudolstadt erstmals in eigener Halle punkten. Dass das nicht einfach werden wird, wurde spätestens nach der starken Leistung der Rudolstädter in Zerbst deutlich. TuS wird also am Sonnabend um 13 Uhr auf die Unterstützung des eigenen Anhangs angewiesen sein.