Garitz (hru/sza) l Der Trainer des Kreisligisten FSG Vorflämig II, Helmut Rudolf, musste sieben Absagen zur Kenntnis nehmen. Dank der Bereitschaft von drei Spielern aus der Dritten und einem aus der ehemaligen Nachwuchs-Abteilung gab es eine spielfähige Mannschaft, die sich als verschworene Gemeinschaft, die kämpferisch und spielerisch alles gab, präsentierte und verdient mit 4:2 (2:0) gewann.

Trotz der erneuten Umstellung der Abwehr war sie sicherer. Kay Borgsdorf lieferte eine sehr starke Leistung ab, war seinen Kameraden ein Vorbild und riss sie mit. Leider musste die FSG ab der 14. Minute mit zehn Mann auskommen, da Hannes Sohn im Affekt dem Spieler, der ihn grob foulte, einen Gesichtswischer verpasste.

Sohn, den sonst keiner aus der Ruhe bringen kann, flippte aus, weil der Spieler ihm beim Aufstehen nochmals auf den verletzten Knöchel trat, was Schiedsrichter Ralf Kilz (Zerbst) leider nicht sah.

Das nahm Tobias Lehnert zum Anlass und bat um Auswechslung, weil er ganz und gar nicht mit der Entscheidung des Schiedsrichters einverstanden war. Der Trainer reagierte sofort, damit die Sache nicht noch eskalierte.

Danach wurde wieder Fußball gespielt. Hohe Laufbereitschaft, gutes Spielverständnis und gelungene Kombinationen zeigten die Freude der Jungs am Spiel. Alle rannten, kämpften und spielten miteinander und füreinander.

In der 34. Minute dann endlich der erste Torerfolg. Wie so oft konnten die Angriffs-Aktionen nur durch Foulspiel unterbrochen werden. Der vor Selbstbewusstsein strotzende Alexander Steinert vollendete sicher zur 1:0-Führung.

Der wohl schönste und gelungenste Spielzug führte sofort nach dem Anstoß der Gäste zum 2:0 durch Steffen Fräßdorf (35.). Im dreifachen Doppelpass-Spiel zerlegten sie die gesamte Abwehr und Fräßdorf zeigte nach seiner Verletzung, dass er nichts verlernt hat und wie wertvoll er für das Team sein kann.

Nach der Pause war erneut Fräßdorf zur Stelle und versetzte mit seinem Flachschuss in die lange Ecke den Gäste-Keeper zum 3:0 (58.).

Im Gefühl des sicheren Sieges schlich sich der Schlendrian ein. Sichere Torgelegenheiten wurden liegen gelassen und die Abwehr vergaß bei ihrem Offensiv-Drang rechtzeitig wieder ihre Positionen zu besetzen. So kassierte die FSG in der 69. und 75. Minute zwei Gegentreffer, die nicht sein mussten. Für den Torhüter war es schwer, die Situationen zu bereinigen.

Nur gut, dass Steinert so viel Selbstbewusstsein hatte und seinen zweiten Strafstoß sicher zum 4:2 verwandelte (81.). So wurde es am Ende noch ein verdienter Arbeitssieg.

Ob er sich am nächsten Spieltag gegen die stärkere Mannschaft von Blau-Weiß Dessau wiederholen lässt, bleibt abzuwarten. Schiedsrichter Kilz zeigte nach anfänglichen Problemen mit Spielern beider Mannschaften eine sichere Leistung.

FSG Vorfläming: Seidl - Friedrich, Borgsdorf, Sohn, Wilzek, Lehnert (15. Bergholz), Häntze, Steinert, Rudolf, Fräßdorf, Lamprecht.