Garitz (hru/sza) l Das 0:3 (0:1)gegen den Tabellendritten der Kreisliga, die SG Blau-Weiß Dessau, entspricht in keiner Weise dem Spielverlauf. Die neuformierte FSG VorflämingII spielte sehr gut mit, war in entscheidenden Situationen nicht aufmerksam genug und hatte beim Abschluss nicht die Cleverness.

Das Fehlen von Jonas Rudolf und Steffen Fräßdorf war spürbar. Oldie Sebastian Reich und Kees de Vries spielten stark, hatten aber in entscheidenden Momenten nicht das nötige Glück bzw. die zündende Idee. Marcus Edner, diesmal in ungewohnter Position als Sturmspitze hatte es allein in der Hand, das Spiel für die FSG zu entscheiden. In der 24. und 36. Minute scheiterte er in aussichtsreicher Position an den eigenen Nerven und einem guten Dessauer Torhüter.

Beim kurzfristig eingesprungene Karl Kuhn merkte man die fehlende Spielpraxis. Auch er hatte den Ausgleich auf dem Fuß (55.).

Wieder einmal geriet die FSG in den Anfangsminuten in Rückstand. Bei einem Eckball gab es ein Missverständnis zwischen Torhüter und Abwehrspieler, was der clevere Nebelung per Kopf zum 1:0 nutzte (8.).

Dank einer stabilen Abwehrarbeit, einem diszipliniert spielenden Steven Wilzek, dem zuverlässigen Kay Borgsdorf und dem sich steigernden Sven-Bernd Friedrich blieb es bei dem knappen Rückstand.

Bis zur Halbzeitpause hätten Edner, Alex Steinert und de Vries die Partie drehen können, doch sie nutzten ihre Chancen nicht.

Trainer Helmut Rudolf musste in der Halbzeitpause Aufbauarbeit leisten. Nur schade, dass die Mannschaft durch die arbeits- und verletzungsbedingten Auswechslungen von de Vries, Häntze und Wilzek nicht wieder den richtigen Rhythmus fand.

In der 55. und 59. Minute bestand die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Denn es gab nicht die große Überlegenheit des Tabellendritten, sondern es war fast ein Match auf Augenhöhe.

Nach den Auswechslungen begann die Zeit der Missverständnisse im Defensiv-Bereich, da die Umstellungen negativ wirkten. So nutzte Nebelung seine neue Freiheit mit einem Fernschuss zum 2:0 (73.). In der 80. Minute standen sich Florian Glattki und Borgsdorf gegenseitig im Weg, was Merz nutzte und zum 3:0 einnetzte.

"Schade, dass sich meine Mannschaft so selbst um den Lohn einer ansprechenden Leistung gebracht hat", ärgerte sich Trainer Rudolf.

Schiedsrichter Bodo Kliewe aus Nedlitz war ein guter Leiter und war zu jeder Zeit Herr der Lage.

FSG Vorfläming II: Heilig -Els, Borgsdorf, Friedrich, Wilzek (64. Bergholz), Kuhn, Häntze, (55. Birr), Steinert, Reich, de Vries (73. Glattki), Edner.

SR: Bodo KLiewe (Nedlitz). ZS: 15.