Leitzkau (ann) l Nach dem grandiosen 8:0 in Auma überraschten die Leitzkauer "Wölfe" bei ihrem Zweitligaheimspiel gegen den ESV Lok Rudolstadt erneut, dieses Mal aber negativ. Nach einer indiskutablen Holzleistung von 3181:3276 Kegeln verlor TuS auch sein zweites Heimspiel der Saison mit 2:6.

Dabei ließ sich der Beginn noch halbwegs erträglich an. Ralph Stiebert spielte erneut durchgehend stark und konnte seinen Gegenspieler nach spannendem Spielverlauf und 2:2 Sätzen mit 568:541 Kegeln besiegen. René Geißler fand dagegen überhaupt keine konstante Gasse. Nach einer durchschnittlichen Startbahn wurde das Resultat immer schlechter, weshalb Leitzkau kurzfristig reagierte. René Haberland wurde eingewechselt, fand jedoch zunächst überhaupt nicht statt. Dadurch konnte sein keineswegs überzeugender Gegenspieler weit davonziehen. Zwar kämpfte sich Haberland doch noch gut in die Partie und konnte den 2:2 Satzausgleich herstellen, mit 495:520 Kegeln ging der Mannschaftspunkt (MP) aber verloren.

Nun sollten es Patrick Germer (3:1, 522:504) und André Fischer (0,5:3,5, 516:551) richten. Germer blieb zwar spielerisch unter seinen Möglichkeiten, mit seiner kämpferischen Einstellung verdiente er sich allerdings den Punkt gegen ein schwaches Gästeduo. Fischer erwischte den bislang mit Abstand schwächsten Tag im TuS-Trikot und unterlag einem für ihn in Normalform durchaus schlagbaren Kontrahenten klar.

Bei 2:2 MP bestanden zwar noch Chancen für die Gastgeber, jetzt brachte Rudolstadt aber seine besten Akteure. Vor allem der U23-Nationalspieler Alexander Conrad zelebrierte zu Beginn absolute Spitzenklasse und sorgte unter anderem mit einer 175er Bahn für Begeisterung beim Gästeanhang. Tobias Grötzner (2:2, 561:596) schien zunächst chancenlos, zeigte aber in seiner zweiten Spielhälfte, dass er durchaus zu ähnlichen Leistungen fähig ist. Udo Volkland (0,5:3,5, 519:564) spielte überraschenderweise auf dem niedrigen Niveau der meisten seiner Teammitglieder und vermochte so auch keine Wende mehr herbeizuführen.

Für TuS heißt es nun, die Wunden zu lecken und sich auf das wichtige Spiel in Schönebeck vorzubereiten. Dass die gezeigte Heimleistung weit unter dem spielerischen Vermögen der Geißler-Jungs liegt, ist jedem klar. Beweisen wollen es die "Wölfe" vor allem sich selbst am 11. Oktober in der Elbestadt.