Zerbst (sza) l Die Begegnungen des sechsten Spieltages, die am gestrigen "Tag der deutschen Einheit" in der Fußball-Kreis- oberliga Anhalt ausgetragen wurden, hatten es in sich. Dies zeigen die zwei Roten und die drei Gelb-Roten Karten. Eine Überraschung gab es auch. Denn der bis dato verlustpunktfreie Tabellenführer Germania Roßlau kam beim Schlusslicht der Liga, dem ESV Lok Dessau II, über ein torloses Remis nicht hinaus.

Die beiden Verfolger der Germania, Abus Dessau und der SV Mildensee, erledigten hingegen ihre Hausaufgaben. Während Abus die Spielgemeinschaft Oranienbaum-Wörlitz knapp mit 2:1 bezwang, kamen die Mildenseer bei der FSG Vorfläming zu einem 2:0-Erfolg.

Das heiß umkämpfte und rassige Derby zwischen der FSG Steutz/Leps und der FSG Walternienburg/Güterglück endete nach einer torlosen Halbzeit 1:1-remis. Gästespieler Stephan Harbig sah in der 77. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

"Am Ende sind wir mit dem Punkt zufrieden, zumal wir auch personell nicht so gut besetzt waren", sagte der Steutzer Herbert Smolinski.

"Das 1:1 ist zu wenig, zumal wir spielerisch klar überlegen waren. Nur die Chancenverwertung war mangelhaft. Der Ausgleich dann noch am Ende war ärgerlich. Nun müssen wir am Sonntag zu Hause drei Punkte holen", forderte Gäste-Coach Mario Metzker.