Nedlitz l Nach einer torlosen ersten Halbzeit mussten sich die Nedlitzer Kicker dem Favoriten vom TSV Rot-Weiß Zerbst am Samstag doch noch klar mit 1:4 geschlagen geben.

Immerhin 247 Zuschauer kamen zum Eckernkamp. Alles war super vorbereitet, sogar die Fanfarenzüge spielten ein Ständchen. Nebenan fand das Erntedankfest statt und viele Gäste machten einen Abstecher zum Sportplatz.

Nach einer Halbzeit auf Augenhöhe hatten sogar die Nedlitzer die besseren Möglichkeiten, doch sie nutzten diese nicht bzw. TSV-Keeper Ricardo Werner parierte sehr gut.

"Das ist nach wie vor unser größtes Manko", sagte SC-Trainer Helmut Friedrich. "Das lief bei den Zerbstern optimal. Sie hatten fünf Chancen und machen vier Tore. Trotzdem hat meine Mannschaft nicht enttäuscht."

"Ich fand, das Spiel war vor allem in der ersten Halbzeit sehr zerfahren, hatte wenig Struktur", fasste es TSV-Trainer Torsten Marks zusammen. "Dabei hatten wir Glück, dass die Nedlitzer, die auch die besseren Chancen besaßen, unsere Ungeordnetheit nicht ausnutzen konnten. "Wir waren da wieder zu schläfrig und sind erst nach der Halbzeit aufgewacht."

Und da ging es richtig los. Kaum drei Minuten waren gespielt, da schlug der Zerbster Torjäger Maximilian Syring zu. Er netzte in der 51. Minute nach Flanke von Otto Möbius zur umjubelten 1:0-Führung ein.

Dann hatte Hannes Mielchen den Ausgleich auf dem Fuß, doch er scheiterte. "Den 1:1-Ausgleich müssen wir einfach machen", ärgerte sich Friedrich.

Doch statt des Ausgleichs für Nedlitz gab es im Gegenzug nach einem Konter das 2:0 für Zerbst. Erneut stand Syring goldrichtig und ließ Marcus Hoffmann kein Abwehrchance (66.). Mit einem Traumtor von Bastian Wiegelmann erhöhte der TSV auf 3:0 (77.).

Die Nedlitzer verkürzten zwar nach einem verunglückten Abschlag von Werner durch Christian Schmidt auf 1:3, doch im Gegenzug stellte Christopher Sens mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her (90., 91.).

"Meine Mannschaft hat ihr Bestes gegeben. Wir müssen jetzt nach vorn schauen und zusehen, dass wir uns nicht in der unteren Tabellenhälfte festsetzen", so Friedrich. "Zerbst hatte in der zweiten Halbzeit mehr Ball- und Spielanteile. Vor allem war es ein sehr faires Spiel und eine sehr gute Schiedsrichter-Leistung."

"In Hälfte zwei haben wir das Spiel kontrolliert und unsere Tore waren sehr effektiv", so Marks, der anfügte: "Es war eine geschlossene Mannschafts-Leistung. Nedlitz war vorn einfach zu schwach. Es war ein äußerst faires Spiel."

Ein ausführlicher Spielbericht folgt.